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Nachricht vom 15.07.2016 Kultur & Feste

Drei herrliche Kirwatage in Burgstall

Burgstall (Bericht von Werner Schulz)  â€žIn Burgstall, daou is Kirwa, mei liaba, mei liaba!” Drei Tage lang wurde dieser Kirwa-Gassenhauer vergangenes Wochenende in Burgstall angestimmt. Kein Wunder: Bei der “38. Burgstaller Kirwa” herrschten vom Aufstellen des 29 Meter hohen, aus dem „Gembecker Kirchenholz” stammenden Kirwabaums am Samstagvormittag bis zu seiner Verlosung am Montagabend herrliches Kirwawetter und beste Stimmung.

Drei Tage lang strömten die Besucher in Scharen in die kleine, politisch zur Stadt Hirschau und kirchlich zur Pfarrei Gebenbach gehörende Ortschaft - ganz zur Freude der Dorfgemeinschaft mit ihrem Ortssprecher Hans Scharl.

Bei der Vorbereitung und Durchführung des Traditionsfestes bewiesen die Burgstaller wieder vorbildlichen Gemeinschaftsgeist. Vor allem die Dorfjugend brachte sich aktiv ein. Zu Recht war man stolz darauf, dass der ca. 60 Einwohner zählende Ort 17 Kirwapaare präsentieren konnte und die Boum und Moidln – bis auf zwei Ausnahmen – alle aus Burgstall oder dem Nachbarort Krondorf stammten.

Zum Einmarsch der Kirwapaare am Samstagabend spielten die „Vierlinge“ schwungvoll auf. Die Band traf mit ihrer Musikauswahl voll und ganz den Geschmack der Gäste. Sie animierte so manchen dazu, auf der Bühne das Tanzbein zu schwingen. Erstmals in der Kirwageschichte hatte man eine Weinbar eingerichtet. Sie erwies sich als Volltreffer. Einigen gefiel es dort so gut, dass sie bis in die Morgenstunden blieben.

Der Kirwasonntag begann traditionsgemäß um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst. Er wurde vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebriert. Um den an der Ostseite der St. Martin-Kapelle errichteten Freialtar versammelte sich eine große Schar an Gläubigen. Sie waren teils zu Fuß, teils mit dem Fahrrad nach Burgstall gepilgert. Für die Kirwapaare war es Ehrensache, trotz anstrengender Nacht an der Messfeier teilzunehmen. Eine Ausnahme gab es nur für die letzte Kirwabaumwache.

Zentrales Thema der kurzweiligen Predigt von Pfarrvikar Preitschaft war die Barmherzigkeit. Diese Tugend habe etwas mit „Geben“ zu tun. In diesem Zusammenhang zeigte sich der Geistliche beeindruckt vom sozialen Engagement der Dorfgemeinschaft, die alle Jahre einen Teil des Kirwaerlöses für einen gemeinnützigen Zweck spendet. Dieses Jahr werde damit die Aphasie-Selbsthilfegruppe Amberg-Sulzbach bedacht. Für eine würdige Umrahmung des Gottesdienstes sorgte die Gebenbacher Blasmusik. Sie unterhielt die Gäste auch beim anschließenden Frühschoppen.

Traditioneller Nachmittagshöhepunkt war das Austanzen des Kirwabaumes. Bis zum Eintreffen der Kirwapaare gab es dieses Mal eine Premiere. Von Rita Butz auf der Gitarre begleitet unterhielten die vier Burgstaller Kinder Josef Dotzler, Tobias Scharl, Tamia Stauber und Maria Dotzler die Gäste mit Kirwaliedern wie z.B. das vom „Küchlbacken“. Mit den Liedern „In d’Schul geh i gern“ und „Unsre tapfre Feierwehr“ sorgte das Kinderquartett für Heiterkeit.

Bei strahlend blauem Himmel wurde das Baumaustanzen für die Kirwaboum und Kirwamoidln zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Angeführt von der Kirwamusi „Pfälzer mit Kraut“ marschierten sie auf dem Podium vor dem Festzelt auf. Die zahlreichen Zuschauer geizten bei den Vorführungen nicht mit Beifall. Die Boum und Moidln machten eine gute Figur bei der Sternpolka, beim Siebenschritt, beim Zwiefachen und bei der Rheinländischen Kutsche. Die alterfahrenen Kirwapaare hatten die Tänze einstudiert.

Als Extra-Schmankerl legten die Kirwaboum einen Schuhplattler aufs Parkett, den ihnen Josef Richthammer vom „Neidaffer Plattlclub“ beigebracht hatte. Der abschließende Ehrenwalzer endete mit der Kür von Ulli Scharl und Jasmin Winkler zum neuen Oberkirwapaar. Danach bewiesen Uli Iberer und Christoph Weiß, alias „Pfälzer mit Kraut“, bis in die Nachtstunden hinein ihre Qualitäten als Stimmungsband.

Am Kirwamontag erlebte Burgstall nochmals einen wahren Besucheransturm. Die "Zoigl Musi" zog alle Register ihres Könnens und heizte die Stimmung kräftig an. Als letzter Höhepunkt stand die Verlosung des Kirwabaumes auf dem Programm. Ihn gewann Gabi Seifert. Sie stellte den Baum umgehend zur Verfügung. Endgültiger Besitzer des Kirwabaumes wurde Klaus Wrosch, der Vater zweier Kirwamoidln.

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