zurück zur Übersicht

Nachricht vom 16.05.2016 Sonstiges

Weitere Hilfe fĂĽr BedĂĽrftige in Ukraine

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  So lange eine Unwetterkatastrophe oder eine kriegerische Auseinandersetzung und die damit verbundene Not der Betroffenen die Schlagzeilen in den Medien beherrschen, ist die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sehr groĂź. Diese schwindet rasch, wenn die Ereignisse nicht mehr im deren Fokus stehen. Der 1999 gegrĂĽndete, gemeinnĂĽtzige Verein „Humanitäre Hilfe fĂĽr die Ukraine aus Bayern, Winklarn-Schneeberg“ mit seinem Vorsitzenden Anton Grauvogl ist ein leuchtendes Beispiel dafĂĽr, dass dem nicht so sein muss. Seit zwei Jahren erfährt der Verein groĂźe UnterstĂĽtzung aus Hirschau durch Dieter und RenĂ©e Hoffmann.

Das Ehepaar hat eine Sammelstelle für die Ukraine-Hilfe eingerichtet. Ein wichtiges Standbein ist ihr wöchentlicher Flohmarkt beim „Grünen Haus“ am Bischof-Bösl-Platz. Aus der Bevölkerung werden laufend gut erhaltene Kleidungsstücke, Wäsche, Schuhe, Spielsachen usw. angeliefert. Außerdem sind die beiden ständig – und dies mit Erfolg - auf der Suche nach weiteren Unterstützern.

Ein ständiger und zuverlässiger Hilfspartner ist seit letztem Jahr die humanitäre Hilfsorganisation „Africa-Luz-Deutschland“. Deren ehrenamtliche Geschäftsführerin Bärbel Birner hat bei den Hoffmanns kistenweise gebrauchte Brillen und auch schon Ultraschallgeräte angeschleppt. Auch zum Amberger Pflegeheim St. Benedikt nahmen die Hoffmanns über Hausmeister Erwin Panzer Kontakt auf. Das Ergebnis war ein Hilfstransport mit einer hydraulischen Pflegebadewanne, einigen Rollstühlen, Rollatoren, Gehstöcken, Infusionsständern, Atemgeräten und anderen medizinischen Geräten samt Zubehör. Als neuesten Unterstützungspartner hat das Ehepaar das Amberger Sanitätshaus Hellbach gewonnen.

Nachdem sich im Hoffmann-Haus wieder einmal eine Riesenmenge an Hilfsgütern angesammelt hatte, war es für Anton Grauvogl ein lohnendes Unterfangen, zur Abholung nach Hirschau zu kommen. In einer ersten Fuhre wurden von ihm und seinem Helferteam Betten, Rollatoren und Rollstühle abgeholt. Da bei weitem nicht alle auf den beiden Anhängern untergebracht werden konnten, wurde ein zweiter Transport notwendig. Es wurden nochmals zwei Anhänger mit den genannten Gütern sowie Kinderfahrrädern bestückt. Hinzu kamen 60 bis an den Rand mit Kleidern, Spielwaren und Schuhen gefüllte Bananenkisten. Die vom Sanitätshaus Hellbach gespendeten Rollatoren, Rollstühle und Krankenbetten wurden auf deren Lagergelände in Witzlhof verladen.

Die Hilfsgüter, so Anton Grauvogl, gehen alle wieder in das rund 1 000 Kilometer entfernte Rivne im Nordwesten der Ukraine. Spendenempfänger sind u.a. ein Zentralkrankenhaus, eine Sozialstation, ein Waisenhaus, ein Kinderheim und eine Entbindungsklinik. Der nächste Ukraine-Transport ist für September vorgesehen. Herzliche Dankesworte fand Grauvogl für das beispielgebende Engagement von Dieter und Renée Hoffmann, ebenso für Bärbel Birner und die Firma Hellbach. Jeder gespendete Artikel werde mehr als gut gebraucht. Das Ehepaar versicherte, sich weiter für die Ukraine-Hilfe einzusetzen.

Renée Hoffmann: „Es macht uns glücklich, ein klein wenig Gutes tun zu können!“ Man hofft weiterhin auf die Unterstützung durch die Bevölkerung. Diese kann jeden Freitag zwischen 8.30 und 13 Uhr Kleidung, Schuhe, Spielsachen - vor allem auch Fahrräder und Rollstühle – beim „Grünen Haus“ am Bischof-Bösl-Platz nördlich der Stadtpfarrkirche abgeben. Während dieser Zeit halten die Hoffmanns dort regelmäßig einen Flohmarkt ab. Wer den Abgabetermin nicht wahrnehmen kann, kann die Waren grundsätzlich vor die Haustür stellen.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.