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Nachricht vom 30.03.2016 Sonstiges

Wichtige Erziehungsaufgabe: Kinder stärken

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  â€žJolinchenKids – Fit und gesund in der KiTa!“ – so lautet das ganzheitliche Gesundheitsförderprogramm der AOK Bayern. An ihm beteiligt sich auch die groĂźe Familie des Kindergartens und der Kinderkrippe St. Wolfgang – das pädagogische Personal und die Kinder genauso wie die Eltern. Ein Ziel des Programms ist es, die Kinder emotional stark zu machen. Auf dem Weg dazu kommt den Eltern eine wichtige Rolle zu. Damit „jeder Kleine groĂź rauskommt“ waren sie unter dem Motto „Kinder stärken“ zu einem Workshop in den Turnraum der Kindertagesstätte eingeladen.



Gemeinsam mit Uta-Maria Kriegler, der Leiterin der Einrichtung, und ihren Kolleginnen Hanne Dorner, Corinna Kleeblatt, Laura Rustler und Kerstin Schwarzer gingen sie in zwei Gruppen für jeweils zweieinhalb Stunden auf die Suche nach „den Schätzen der Kinder“. Es galt herauszufinden, welche Stärken und Talente die Kinder in sich tragen und wie diese durch die Erwachsenen gefördert werden können. Den Kindern soll geholfen werden, seelisch gesund aufzuwachsen. Faktoren, die dabei eine wichtige Rolle spielen, sind die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und eines positiven Selbstbildes.



Nachdem Uta-Maria Kriegler das Jolinchen-Programm und dessen Plakatinsel „Fühl mich gut“ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt hatte, suchten die Eltern aus einer Auswahl von Stimmungskarten diejenige aus, die aktuell am besten zum eigenen Kind passt. Danach mussten sie aus einer Kiste mit Alltagsgegenständen und Spielmaterial den zum eigenen Kind passenden Gegenstand auswählen. Dieser wurde mit Hilfe eines Zeitstrahls altersmäßig eingeordnet.

Anschließend waren die Eltern in Kleingruppenarbeit gefordert, sich zu ihrem Kind Stärken zu überlegen, die bei Entwicklungsaufgaben helfen bzw. Hürden darstellen. Diese wurden stichpunktartig notiert. Schließlich galt es, anhand des Plakats der Insel „Fühl mich gut“, auf der verschiedene Entwicklungsaufgaben abgebildet waren, Stärken bzw. Hürden zuzuordnen und zu erklären.



Die Eltern machten sich mit verschiedenen Materialien gagiert an die Gestaltung der Insel. Stärken wie Kreativität, Wissbegierde, Selbständigkeit, Bewegungsfähigkeit, die Fähigkeit Gefühle zu zeigen oder Kontakte zu anderen aufzunehmen wurden herausgearbeitet. Zugleich machte man sich Gedanken über mögliche Stolpersteine in der Entwicklung ihrer Kinder. Als solche wurden z.B. kurze Konzentrationsspannen, Ungeduld, Dickköpfigkeit, Wut und Ich-Bezogenheit erkannt und benannt.

Als Problem wurde auch ausgemacht, dass Kinder in der Grob- und Feinmotorik ihre Kraft und ihre Fähigkeiten noch nicht richtig einschätzen können. Intensiv wurden die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes beleuchtet.

Uta-Maria Kriegler und ihr Erzieherinnenteam konnten den Eltern das Kompliment machen, dass sie die Entwicklung ihrer Kinder sehr gut beobachten und begleiten. Sie hätten bislang mit ihrer Erziehung für ihre Kinder eine gute Basis geschaffen. Auf dieser sollten sie konsequent aufbauen, indem sie die sechs wichtigsten Schutzfaktoren für die seelische Gesundheit der Kinder sichere Bindung, positives Selbstbild, Selbstwirksamkeit, Fähigkeit Gefühle zu erkennen und auszudrücken, Entspannungsfähigkeit und Konfliktfähigkeit weiter stärken.

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