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Nachricht vom 22.02.2016 Vereine

Inklusion fĂŒr VdK zentrales Thema

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Unter dem Motto „Weg mit den Barrieren“ stellt der VdK im Jahr 2016 deutschlandweit das Thema Inklusion, also das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, in den Mittelpunkt seiner AktivitĂ€ten. Engagiert kĂŒndigte dies die VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty bei der Mitgliederversammlung des VdK-Ortsverbandes im Schlosskeller an.

Mit Zahlenmaterial belegte die Referentin, dass der VdK mit rund 1,75 Millionen Mitgliedern Deutschlands grĂ¶ĂŸter Sozialverband ist. In Bayern zĂ€hle man ca. 650 000 Mitglieder. Davon lebten 61 130 in der Oberpfalz. Rund 9 500 gehörten dem Kreisverband Amberg-Sulzbach an. Sie alle könnten in sozialen Fragen auf die UnterstĂŒtzung des VdK zĂ€hlen. FĂŒr diese habe man 2015 z.B. 238 000 Sozialberatungen durchgefĂŒhrt, 20 000 WidersprĂŒche gegen Behörden eingelegt und sie bei 5 300 Klagen erfolgreich vor Gericht vertreten. Man habe rund 18 Millionen Euro Nachzahlungen erreicht.

Nach Aussage von Kies-Baldasty leben in Deutschland mehr als 7,5 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung, 1,5 Millionen davon in Bayern. Sie stoßen noch viel zu oft auf unĂŒberwindbare Hindernisse. Daher sei es höchste Zeit, sich fĂŒr ein barrierefreies Deutschland stark zu machen. Barrierefreiheit sei ein Menschenrecht. Sie sei wesentliche Voraussetzung, damit alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Das erklĂ€rt unmissverstĂ€ndlich die UN-Behindertenrechtskonvention. Deshalb mĂŒssten Wohnungen und öffentliche GebĂ€ude, Verkehrsmittel sowie alle privaten GĂŒter und Dienstleistungen endlich so gestaltet werden, dass sie fĂŒr alle zugĂ€nglich sind.

Die Bundesrepublik habe sich bereits 2009 verpflichtet, solche Maßnahmen zu ergreifen. Die RealitĂ€t sehe leider anders aus. MinisterprĂ€sident Seehofer habe versprochen, dass Bayern bis 2023 vollstĂ€ndig barrierefrei sei. Beim VdK sei man ĂŒberzeugt, Bayern in Sachen Inklusion vorwĂ€rts bringen zu können. Es brauche einheitliche Vorgaben mit verbindlichen Fristen, Kontrollen und Sanktionen sowie eine entschiedene Förderung durch den Bund. Der VdK werde zentrale Großveranstaltungen zum Thema Inklusion abhalten. Dazu habe die Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Belange behinderter Menschen Verena Bentele ihre UnterstĂŒtzung zugesagt.



Sehr positiv bewertete Kies-Baldasty die EinfĂŒhrung des neuen PflegebedĂŒrftigkeits-Begriffs. DafĂŒr habe der VdK seit Jahren u.a. mit den Kampagnen „Pflege geht jeden an“ und „Große Pflegereform jetzt“ gekĂ€mpft. 2017 wird es fĂŒnf Pflegegrade geben. Menschen mit Demenzerkrankungen oder psychischen Krankheiten werden dann spĂŒrbar bessere Leistungen erhalten. Als einen VdK-Erfolg wertete die Rednerin die Vereinbarungen zwischen dem VdK und dem Deutschen Mieterbund. VdK-Mitglieder könnten bei 23 Mietervereinen im Freistaat bei Vorlage ihres VdK-Ausweises ohne AufnahmegebĂŒhr Mitglied werden.

Angesichts der aktuellen FlĂŒchtlingssituation betonte Kies-Baldasty, dass sich der VdK klar und eindeutig gegen Fremdenhass, Ausgrenzung und Intoleranz ausspreche. Man plĂ€diere „ohne Wenn und Aber fĂŒr Mitmenschlichkeit und SolidaritĂ€t“.

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