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Nachricht vom 21.02.2016 Politik

CSU Massenricht feierte 60-JĂ€hriges

Mass0enricht (Bericht von Werner Schulz)  Mit einem festlichen Nachmittag feierte der CSU-Ortsverband Massenricht im Gasthaus Schiffl sein 60-jĂ€hriges Bestehen. Höhepunkte der Veranstaltung waren die Festrede von StaatssekretĂ€r Albert FĂŒracker, der geschichtliche RĂŒckblick durch den CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Werner Schulz und die Ehrung langjĂ€hriger Mitglieder durch den CSU-Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz.

Zu den EhrengĂ€sten, die der Ortsvorsitzende Stadtrat Josef Luber begrĂŒĂŸte, zĂ€hlten MdB Barbara Lanzinger, Bezirksrat Martin Preuß, BĂŒrgermeister Hermann Falk, CSU-Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-JĂŒrgen Schönberger und der prominenteste Spross der Massenrichter CSU, Ex-MdB Hermann Fellner. Josef Luber verwies mit Stolz auf die Leistungen seines 31 Mitglieder starken Ortsverbandes. 29 Jahre lang habe Werner Schulz die Massenrichter CSU als CSU-Kreis-, Orts- und Stadtratsfraktionsvorsitzender massiv unterstĂŒtzt. Daher sei er prĂ€destiniert, die Geschichte des Ortsverbandes Revue passieren zu lassen.

Die Geburtsstunde der Massenrichter CSU, so Werner Schulz, habe am 18. Januar 1956 geschlagen. Von der GrĂŒndungsversammlung existiere kein Protokoll. Die Korrektheit des GrĂŒndungsdatums belege ein Beitragsmahnschreiben von Georg Heil, damals GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CSU Amberg-Land. Da dieser nicht wusste, wer der Ortsvorsitzende ist, wandte er sich an BĂŒrgermeister Sebastian Wisgickl. Er schrieb u.a., dass am 18.1.1956 durch den Kreisvorsitzenden Bezirksrat Karl Winkler, Schlicht, der CSU-Ortsverband Massenricht gegrĂŒndet worden sei, der Verband aber keine BeitrĂ€ge fĂŒr seine 17 Mitglieder abgefĂŒhrt habe.

Von diesen seien einige bereits auf Kreisebene organisiert gewesen, so z.B. der GrĂŒndungsvorsitzende Sebastian SchĂ€rtl. Dieser sei Mesner in der Pfarrei Ehenfeld-Massenricht gewesen, deren Seelsorger Pfarrer Heribert Kleinhempel war. Pfarrer Kleinhempel wiederum war Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Ehenfeld, den er selbst ein halbes Jahr vorher gegrĂŒndet hatte. Angesichts dieser Konstellation könne man davon ausgehen, dass Pfarrer Kleinhempel seinen Mesner zur GrĂŒndung eines CSU-Verbandes in Massenricht ermuntert habe.

Das Beispiel zeige, wie prĂ€gend das “C” fĂŒr Personal und Arbeit der Partei war. Man war sich bewusst, dass die Katastrophe des Nationalsozialismus nur aufgrund des “Abfalls der deutschen Politik vom christlichen Sittengesetz” möglich war. Mit der OrtsverbandsgrĂŒndung sei der Grundstein fĂŒr eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik gelegt worden. SchĂ€rtl habe den Verband 10 Jahre lang gefĂŒhrt, danach BĂŒrgermeister Josef Fick 7 Jahre.

1973 habe die 22 Jahre wĂ€hrende Ära des Ehrenvorsitzenden Willi Fellner begonnen. In seine Amtszeit sei die schwierigste Phase der 60-jĂ€hrigen Geschichte gefallen - die Gebietsreform. Der Ortsverband sei von den Meinungsdifferenzen um die Eingliederung nach Hirschau oder Freihung nicht verschont geblieben. Letztlich hĂ€tten die Einheit der Pfarrei und der seit 1965 bestehende Schulverband Ehenfeld-Massenricht den Ausschlag fĂŒr die Eingliederung nach Hirschau gegeben. Sie sei die Basis dafĂŒr, dass Schule und Kindergarten in Ehenfeld noch heute bestehen.

Schulz wĂŒrdigte Willi Fellners Verdienste als stellv. Massenrichter BĂŒrgermeister und Mitglied des Hirschauer Stadtrates, dem er von 1984 bis 1996 angehörte. Seit 1995 fĂŒhre Josef Luber den Ortsverband. Dass dieser 16 Jahre lang dem Stadtrat angehöre, sei sehr erfreulich. 2014 habe er sein Stimmenergebnis gegenĂŒber 2009 um 400 Stimmen steigern können Bei der BĂŒrgermeisterstichwahl 2002 hĂ€tten die Massenrichter einen ĂŒberwĂ€ltigend Beitrag dazu geleistet, dass Hans Drexler Rathaus-Chef wurde.

Bei den Kommunalwahlen 2014 hĂ€tten Landrat Reisinger und BĂŒrgermeister Falk in Massenricht „ostzonale Ergebnisse“ erzielt. Als “goldrichtig” erachtete es Schulz, dass der Massenrichter CSU-Ortsverband nach der Gebietsreform selbstĂ€ndig geblieben sei. Die kleinen VerbĂ€nde seien Garanten dafĂŒr, dass der Slogan “CSU - nĂ€her am Menschen” gelebte RealitĂ€t ist. Er selbst habe gerne mitgeholfen, berechtigte Interessen der Massenrichter durchzusetzen. Als Beispiele nannte er die Busdirektverbindung nach Amberg, die VerlĂ€ngerung der Buslinie bis nach Untersteinbach und den Ausbau der Straße von Massenricht nach Steinbach. Summa summarum seien die Massenrichter mit der CSU nicht schlecht gefahren - dies gelte ebenso umgekehrt.

StaatssekretĂ€r FĂŒracker danke allen, die der CSU viele Jahre die Treue gehalten haben. Politik sei ein gemeinschaftlicher Prozess, an dem sich möglichst viele beteiligen sollten. Die Erfolge Bayerns basierten vor allem auf dem Engagement der BĂŒrger. Politisches Engagement sei notwendig, um den Wohlstand langfristig zu sichern. Dringend erforderlich seien Investitionen in die Infrastruktur des lĂ€ndlichen Raumes. Die CSU komme dieser Not-wendigkeit nach. Die Kommunen werden mit 8,56 Mrd. € unterstĂŒtzt und die Digitalisierung auf dem Land werde vorangetrieben.

Bayerns Erfolge fußten auf einer soliden Finanzpolitik, die ohne Neuverschuldung auskommt. Daher sei die Reform des LĂ€nderfinanzausgleichs wichtig, da Bayerns Haushaltsdisziplin nicht in Form von Ausgleichszahlungen an weniger disziplinierte BundeslĂ€nder bestraft werden dĂŒrfe.

Klar Position zog FĂŒracker in Sachen Familienpolitik: „Der Staat muss zwar die Rahmenbedingungen fĂŒr alle möglichen Formen der Erziehung schaffen. Letztendlich ist die Frage, wie die eigenen Kinder erzogen werden sollen, einzig und allein Sache der Familie“. Das Betreuungsgeld sei durch die Medien zur HerdprĂ€mie herabgewĂŒrdigt worden. Der Bezug von Betreuungsgeld setze gar nicht voraus, dass MĂŒtter zu Hause bleiben mĂŒssen. In der CSU habe die Agrarpolitik stets einen hohen Stellenwert. „Solange wir alle genug zu essen haben, ist fĂŒr viele die Agrarpolitik zweitrangig. Eine Gesellschaft unserer GrĂ¶ĂŸe muss aber immer darauf achten, sich selbst versorgen zu können“.

Deutliche Worte fand der Redner zur FlĂŒchtlingspolitik. Man mĂŒsse eingestehen, dass die Politik zu lange zugeschaut habe. Bayern leiste alles, um seiner humanitĂ€ren Verpflichtung gegenĂŒber den ankommenden FlĂŒchtlingen zu erfĂŒllen. Es brauche aber eine Begrenzung, um dieser humanitĂ€ren Verpflichtung weiterhin nachkommen zu können.

FĂŒr den CSU-Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz war die Anwesenheit der großen Zahl prominente Politiker ein nachhaltiges Zeichen fĂŒr die WertschĂ€tzung, die der nun 60 Jahre alte Ortsverband und seine Mitglieder genießen.

Gemeinsam nahmen StaatssekretĂ€r Albert FĂŒracker und MdL Dr. Harald Schwartz die Ehrung langjĂ€hriger Mitglieder vor.

FĂŒr 50-jĂ€hrige Parteizugehörigkeit gab es die Ehrennadel in Gold mit Stein fĂŒr den Ehrenvorsitzenden Willi Fellner, fĂŒr Georg Fleischmann, Hermann Frieser, Franz Luber, Hans Meyer, Karlheinz Reichl und Johann Wisgickl. FĂŒr 40 Jahre Parteitreue erhielten die Ehrennadel in Gold Herbert Fellner, Georg Trummer und Adolf Wisgickl. Die Ehrennadel in Silber fĂŒr 30 Jahre Mitgliedschaft Eduard Fellner und Herbert Rauch. FĂŒr 25 Jahre wurden geehrt Michael Fellner, Matthias Götz, Viktor Greiner, Erich MĂŒller, GĂŒnter Schiffl und Hermann Schiffl, fĂŒr 20 Jahre Martin Felnner, Martin Wisgickl und Reinhold Wisgickl.

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