Donnerstag :: 25.04.2019 ::  Uhr  
[www.kaolinpott.de] [h-tronic, Hirschau] [webplexity, Hirschau]
[Home | Startseite][Aktuelles, News, Nachrichten][Allgemeine Informationen über die Städte im Kaolinpott - Rathaus, Gewerbe, Vereine ...][Kontakt, Impressum, Datenschutz,  ...]
 :: news / artikel /  

News

Nachricht vom 2016-02-21
Verfasser: Werner Schulz  
CSU Massenricht feierte 60-Jähriges

Massenricht. Mit einem festlichen Nachmittag feierte der CSU-Ortsverband Massenricht im Gasthaus Schiffl sein 60-jähriges Bestehen. Höhepunkte der Veranstaltung waren die Festrede von Staatssekretär Albert Füracker, der geschichtliche Rückblick durch den CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Werner Schulz und die Ehrung langjähriger Mitglieder durch den CSU-Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz.

Zu den Ehrengästen, die der Ortsvorsitzende Stadtrat Josef Luber begrüßte, zählten MdB Barbara Lanzinger, Bezirksrat Martin Preuß, Bürgermeister Hermann Falk, CSU-Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger und der prominenteste Spross der Massenrichter CSU, Ex-MdB Hermann Fellner. Josef Luber verwies mit Stolz auf die Leistungen seines 31 Mitglieder starken Ortsverbandes. 29 Jahre lang habe Werner Schulz die Massenrichter CSU als CSU-Kreis-, Orts- und Stadtratsfraktionsvorsitzender massiv unterstützt. Daher sei er prädestiniert, die Geschichte des Ortsverbandes Revue passieren zu lassen.

Die Geburtsstunde der Massenrichter CSU, so Werner Schulz, habe am 18. Januar 1956 geschlagen. Von der Gründungsversammlung existiere kein Protokoll. Die Korrektheit des Gründungsdatums belege ein Beitragsmahnschreiben von Georg Heil, damals Geschäftsführer der CSU Amberg-Land. Da dieser nicht wusste, wer der Ortsvorsitzende ist, wandte er sich an Bürgermeister Sebastian Wisgickl. Er schrieb u.a., dass am 18.1.1956 durch den Kreisvorsitzenden Bezirksrat Karl Winkler, Schlicht, der CSU-Ortsverband Massenricht gegründet worden sei, der Verband aber keine Beiträge für seine 17 Mitglieder abgeführt habe.

Von diesen seien einige bereits auf Kreisebene organisiert gewesen, so z.B. der Gründungsvorsitzende Sebastian Schärtl. Dieser sei Mesner in der Pfarrei Ehenfeld-Massenricht gewesen, deren Seelsorger Pfarrer Heribert Kleinhempel war. Pfarrer Kleinhempel wiederum war Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Ehenfeld, den er selbst ein halbes Jahr vorher gegründet hatte. Angesichts dieser Konstellation könne man davon ausgehen, dass Pfarrer Kleinhempel seinen Mesner zur Gründung eines CSU-Verbandes in Massenricht ermuntert habe.

Das Beispiel zeige, wie prägend das “C” für Personal und Arbeit der Partei war. Man war sich bewusst, dass die Katastrophe des Nationalsozialismus nur aufgrund des “Abfalls der deutschen Politik vom christlichen Sittengesetz” möglich war. Mit der Ortsverbandsgründung sei der Grundstein für eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik gelegt worden. Schärtl habe den Verband 10 Jahre lang geführt, danach Bürgermeister Josef Fick 7 Jahre.

1973 habe die 22 Jahre währende Ära des Ehrenvorsitzenden Willi Fellner begonnen. In seine Amtszeit sei die schwierigste Phase der 60-jährigen Geschichte gefallen - die Gebietsreform. Der Ortsverband sei von den Meinungsdifferenzen um die Eingliederung nach Hirschau oder Freihung nicht verschont geblieben. Letztlich hätten die Einheit der Pfarrei und der seit 1965 bestehende Schulverband Ehenfeld-Massenricht den Ausschlag für die Eingliederung nach Hirschau gegeben. Sie sei die Basis dafür, dass Schule und Kindergarten in Ehenfeld noch heute bestehen.

Schulz würdigte Willi Fellners Verdienste als stellv. Massenrichter Bürgermeister und Mitglied des Hirschauer Stadtrates, dem er von 1984 bis 1996 angehörte. Seit 1995 führe Josef Luber den Ortsverband. Dass dieser 16 Jahre lang dem Stadtrat angehöre, sei sehr erfreulich. 2014 habe er sein Stimmenergebnis gegenüber 2009 um 400 Stimmen steigern können Bei der Bürgermeisterstichwahl 2002 hätten die Massenrichter einen überwältigend Beitrag dazu geleistet, dass Hans Drexler Rathaus-Chef wurde.

Bei den Kommunalwahlen 2014 hätten Landrat Reisinger und Bürgermeister Falk in Massenricht „ostzonale Ergebnisse“ erzielt. Als “goldrichtig” erachtete es Schulz, dass der Massenrichter CSU-Ortsverband nach der Gebietsreform selbständig geblieben sei. Die kleinen Verbände seien Garanten dafür, dass der Slogan “CSU - näher am Menschen” gelebte Realität ist. Er selbst habe gerne mitgeholfen, berechtigte Interessen der Massenrichter durchzusetzen. Als Beispiele nannte er die Busdirektverbindung nach Amberg, die Verlängerung der Buslinie bis nach Untersteinbach und den Ausbau der Straße von Massenricht nach Steinbach. Summa summarum seien die Massenrichter mit der CSU nicht schlecht gefahren - dies gelte ebenso umgekehrt.

Staatssekretär Füracker danke allen, die der CSU viele Jahre die Treue gehalten haben. Politik sei ein gemeinschaftlicher Prozess, an dem sich möglichst viele beteiligen sollten. Die Erfolge Bayerns basierten vor allem auf dem Engagement der Bürger. Politisches Engagement sei notwendig, um den Wohlstand langfristig zu sichern. Dringend erforderlich seien Investitionen in die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Die CSU komme dieser Not-wendigkeit nach. Die Kommunen werden mit 8,56 Mrd. € unterstützt und die Digitalisierung auf dem Land werde vorangetrieben.

Bayerns Erfolge fußten auf einer soliden Finanzpolitik, die ohne Neuverschuldung auskommt. Daher sei die Reform des Länderfinanzausgleichs wichtig, da Bayerns Haushaltsdisziplin nicht in Form von Ausgleichszahlungen an weniger disziplinierte Bundesländer bestraft werden dürfe.

Klar Position zog Füracker in Sachen Familienpolitik: „Der Staat muss zwar die Rahmenbedingungen für alle möglichen Formen der Erziehung schaffen. Letztendlich ist die Frage, wie die eigenen Kinder erzogen werden sollen, einzig und allein Sache der Familie“. Das Betreuungsgeld sei durch die Medien zur Herdprämie herabgewürdigt worden. Der Bezug von Betreuungsgeld setze gar nicht voraus, dass Mütter zu Hause bleiben müssen. In der CSU habe die Agrarpolitik stets einen hohen Stellenwert. „Solange wir alle genug zu essen haben, ist für viele die Agrarpolitik zweitrangig. Eine Gesellschaft unserer Größe muss aber immer darauf achten, sich selbst versorgen zu können“.

Deutliche Worte fand der Redner zur Flüchtlingspolitik. Man müsse eingestehen, dass die Politik zu lange zugeschaut habe. Bayern leiste alles, um seiner humanitären Verpflichtung gegenüber den ankommenden Flüchtlingen zu erfüllen. Es brauche aber eine Begrenzung, um dieser humanitären Verpflichtung weiterhin nachkommen zu können.

Für den CSU-Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz war die Anwesenheit der großen Zahl prominente Politiker ein nachhaltiges Zeichen für die Wertschätzung, die der nun 60 Jahre alte Ortsverband und seine Mitglieder genießen.
Gemeinsam nahmen Staatssekretär Albert Füracker und MdL Dr. Harald Schwartz die Ehrung langjähriger Mitglieder vor.

Für 50-jährige Parteizugehörigkeit gab es die Ehrennadel in Gold mit Stein für den Ehrenvorsitzenden Willi Fellner, für Georg Fleischmann, Hermann Frieser, Franz Luber, Hans Meyer, Karlheinz Reichl und Johann Wisgickl. Für 40 Jahre Parteitreue erhielten die Ehrennadel in Gold Herbert Fellner, Georg Trummer und Adolf Wisgickl. Die Ehrennadel in Silber für 30 Jahre Mitgliedschaft Eduard Fellner und Herbert Rauch. Für 25 Jahre wurden geehrt Michael Fellner, Matthias Götz, Viktor Greiner, Erich Müller, Günter Schiffl und Hermann Schiffl, für 20 Jahre Martin Felnner, Martin Wisgickl und Reinhold Wisgickl.

:: News
:: Veröffentlichung
Sind Sie freier Mitarbeiter einer Zeitung? Senden Sie einfach Ihre Artikel per eMail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf www.kaolinpott.de - noch vor dem Erscheinungstermin in der Zeitung!
:: Hinweis
Für den Inhalt der Beiträge sind die Autoren verantwortlich.
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

  Startseite | Kontakt | Impressum | Datenschutz © copyright kaolinpott.de, 2001-2019