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Nachricht vom 2016-02-15
Verfasser: Werner Schulz  
Kinder müssen selten zahlen

Hirschau. Das Schwerbehindertenrecht ist eine komplizierte Materie. Dass man diese für den Normalbürger verständlich und interessant darstellen kann, das bewies Wolfgang Hahn, ehemaliger Mitarbeiter im Sozialamt der Stadt Amberg, bei seinem Vortrag „Soziale Rechte – Ansprüche und Leistungen“ im Katholischen Pfarrheim.

Der Informationsnachmittag, zu dem die Caritas-Sozialstation, das BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Barbara, der Katholische Frauenbund und der Seniorentreff gemeinsam eingeladen hatten, stieß auf große Resonanz.
Der Referent machte deutlich, dass das Schwerbehindertenrecht den betroffenen Personen Steuerfreibeträge in linear aufsteigender Höhe, entsprechend dem Grad der Behinderung, zubilligt. Dies gilt ebenso für die Familienangehörigen.

So beläuft sich der Pauschbetrag wegen außergewöhnlicher Belastungen für Personen, denen das Merkzeichen „H“ (hilflos) bzw. „BL“ (blind) zuerkannt wurde, auf 3 700 Euro. Hinsichtlich der Heranziehung der Verwandten ersten Grades im Rahmen des Unterhalts erläuterte Hahn anhand eines Rechenbeispiels die entsprechende Leistungsfähigkeit in gut verständlicher Weise. Schwerbehinderte, die in ihrem Ausweis das Zeichen „BL“ haben, können unter Umständen Zivilblindenpflegegeld in Höhe von monatlich 544 Euro erhalten.

Die soziale Wohnraumförderung sieht zu Anpassung von Miet- und Eigenwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung leistungsfreie Darlehen bis zu einem Höchstbetrag von 10 000 Euro je Wohnung vor. Hierbei ist der Abzug eines Freibetrags in Höhe von 4 000 Euro für jeden Haushaltsangehörigen mit einem Behinderungsgrad von wenigstens 50 Prozent bei der Ermittlung des maßgeblichen Einkommens möglich.

Erfreut nahmen die Zuhörer zur Kenntnis, dass bei der Beanspruchung von Leistungen nach dem Grundsicherungsgesetz die Heranziehung Unterhaltspflichtiger entfällt, so lange deren Jahreseinkommen die Grenze von 100 000 Euro nicht übersteigt. „Kinder müssen also nur selten zahlen!“

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