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Nachricht vom 15.02.2016 Vereine

Musikzug zum Ersatz-Rosenmontagszug nach DĂĽsseldorf?

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Es war eine schwere Geburt - doch seit ein paar Tagen ist es klar: Der wegen der Sturmwarnung am 8. Februar ausgefallene DĂĽsseldorfer Rosenmontagszug wird am Sonntag, 13. März, nachgeholt. Der Musikzug-Vorsitzende Maximilian Stein hat bereits eine offizielle Einladung des Veranstalters, dem „Comitee DĂĽsseldorfer Carneval e.V.“ erhalten. Ob man am 13. März noch einmal in die rheinische Karnevalshochburg reisen und in DĂĽsseldorf mitmarschieren wird – darĂĽber wird im Moment in den Reihen des Musikzugs intensiv beraten. Interesse besteht in jedem Fall, so Ex-Musikzug-Chef Werner Stein. Allerdings gelte es zunächst abzuklären, wer von den Musikerinnen, Musikern und Majoretten ĂĽberhaupt mitfahren kann oder will.

Der Zoch, dessen Motto „Düsseldorf – scharf wie Mostert“ beibehalten wird – soll um 11.30 Uhr starten. Man müsste in jedem Fall bereits am Samstag, 12. März, abreisen und wäre, wenn alles gut geht, am Sonntag gegen Mitternacht zurück in der Heimat. Maximilian Stein macht kein Hehl daraus, dass die Stimmung im Moment noch sehr gemischt ist. Da gibt es durchaus einige, die es sich ganz einfach nicht vorstellen können, „mitten aus dem Alltag gerissen auf einmal voll mit Helau-Rufen loszulegen.

Die Oberpfälzer Mentalität unterscheidet sich doch ein wenig von der der rheinischen Jecken. Andere wiederum sind der Meinung, „wenn du mitten in Düsseldorf im Gedränge stehst und jeder lustig drauf ist, dann reißt es dich automatisch mit.“ Weil der Musikzug immer ziemlich in der Mitte des Karnevalszugs marschiert, sei die Stimmung bereits bestens angeheizt, bis man am Publikum vorbeimarschiert.

Dirigentin Annette ist sich alles andere als sicher, dass eine spielfähige Kapelle auf die Beine gestellt werden kann. Sie verweist darauf, dass einige Musiker bzw. Musikerinnen kurz vor den Abiturprüfungen stehen und die Orchestermitglieder zur Vorbereitung des Osterkonzertes noch einige Probenabende zu absolvieren haben. Hinzu komme, dass einige Musikzügler auch bei den Hahnbacher Marktbläsern spielen und diese genau an diesem Termin ein Probenwochenende angesetzt haben.

Bei der Entscheidung dürfe man auch die finanzielle Seite nicht außer Acht lassen. Für den wegen „höherer Gewalt“ ausgefallenen Rosenmontagszug hat der Musikzug keine Gage bekommen. Da man für diesen Fall nicht versichert ist, ist man auf den Kosten sitzengeblieben. Das hat nach Aussage von Ex-Musikzug-Chef Werner Stein ein „ganz schönes Loch in die Kasse gerissen“.

Der Musikzug hat die Reise schon immer mit bis zu 1 000 Euro bezuschusst. Dieses Jahr wird das erheblich mehr. Jeder Teilnehmer musste einen Eigenanteil von 35 Euro entrichten. Bei einer Teilnahme am Ersatztermin müsse man die Kosten für die Fahrt und Übernachtung und die mögliche Gage kalkulieren. Die Quartiersuche dürfte nicht ganz einfach werden, da wegen einer gleichzeitig in Düsseldorf stattfindenden Messe viele Hostels bzw. Jugendherbergen bereits ausgebucht sind.



Die Entscheidung, ob der Musikzug heuer doch noch sein 40-jähriges Rosenmontagszug-Jubiläum feiern kann, fällt nach Mitteilung von Vorstand Maximilian Stein am Freitag. Dann trifft sich die Vorstandschaft zu einer Sondersitzung.

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