zurück zur Übersicht

Nachricht vom 11.02.2016 Kirchen

Frauenbund spendet fĂŒr Africa Luz

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit dem Jahr 2000 engagiert sich Africa-Luz in Nepal, zunĂ€chst in Kathmandu, seit zehn Jahren in Sauraha-Bachhjauli im Chitwan-Nationalpark Dort sind dank Africa-Luz das Professor-Dausch-Kinderhaus, eine Elefantendungpapierfabrik und eine Notfallklinik entstanden. BĂ€rbel Birner war vom ersten Tag an dabei und zwischenzeitlich zwölfmal in Nepal, zuletzt vor einem Vierteljahr. Anlass war die Einweihung der Notfallklinik.

Nun stellte BÀrbel Birner den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes in einem Power-Point-Vortrag die AktivitÀten von Africa-Luz vor.

Erstes Nepal-Projekt sei die Einrichtung einer Augenstation in der Chhattrapati Free Clinic in der Hauptstadt Kathmandu gewesen. In den Jahren 2001, 2004, 2006 und 2008 konnten Prof. Dausch und sein Team Hunderte von Mittellosen durch kostenlose Augenoperationen vor dem Verlust des Augenlichtes bewahren bzw. zu dessen Wiedergewinn verhelfen.

Seit 2006 engagiere man sich in Sauraha-Bajauli. In Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation „Green Society Nepal“ habe man das „Kinderhaus Prof. Dausch“ erbaut. Seit 2008 erhĂ€lt dort jedes Dorfkind warmes Essen. In dem GebĂ€ude sind ein Hausaufgabenraum, eine Lernwerkstatt fĂŒr Schneiderinnen und ein SchreibwarengeschĂ€ft untergebracht. Dort werden in der Elefantendungfabrik hergestellte Erzeugnisse angeboten.

Als letztes Großprojekt wurde im Oktober 2015 die Notfallklinik eingeweiht. Zur Eröffnung war BĂ€rbel Birner zusammen mit Isabelle Haustein und Julia Waldhauser nach Nepal gereist. Durch das Ambulatorium verbessere sich die katastrophale medizinische Versorgung von rund 70 000 Einwohnern erheblich. NotfĂ€lle können versorgt und Kinder geimpft werden. Die dort tĂ€tigen nepalesischen Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten kostenlos. In der Klinik benötige man noch GerĂ€te fĂŒr die Augenstation, z.B. ein Gesichtsfeld und ein automatisches Refraktometer sowie ein Non Contact Tonometer.

BĂ€rbel Birner versuche, diese GerĂ€te gebraucht zu kaufen und nach Nepal zu schicken. Wichtig sei, dass man weiterhin - wie schon geschehen – im eigenen Krankenhaus Patienten am Grauen Star operieren könne. In der Elefantendungfabrik brĂ€uchte man eine Papierwalzmaschine, um noch schönerer, dĂŒnneres Papier herzustellen. Mit dem Gesamtprojekt in Sauraha-Bachhjauli habe „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet. Bei Africa-Luz lege man Wert darauf, die Projekte regelmĂ€ĂŸig zu kontrollieren und abzuschließen.

Tief beeindruckt waren die Zuhörerinnen von den Bildern und Schilderungen ĂŒber die Situation im Erdbebengebiet. BĂ€rbel Birner, Isabelle Haustein und Julia Waldhauser hĂ€tten dort „Armut ohne Ende“ vorgefunden. Mit einem Jeep sei man ins Erdbebengebiet in Richtung Langtang-Gebirge gefahren, bepackt mit 100 Anoraks fĂŒr Kinder, Lebensmitteln und SĂŒĂŸigkeiten. Dies habe man aus den noch ĂŒbrigen, bei Africa Luz eingegangenen Spenden fĂŒr die Erdbebenopfer bezahlen können. FĂŒr 25 Kilometer hat man vier Stunden gebraucht.

Im Ort war jedes zweite Haus vom Beben zerstört. Rund 1600 Menschen waren ums Leben gekommen. Man habe die von Africa-Luz im April gespendeten Wellbleche gesehen, mit denen die HĂ€userreste abgedeckt wurden, um einigermaßen trocken wohnen zu können. Die Einwohner seien fleißig dabei gewesen, neben den Ruinen neue HĂ€user zu errichten. Die Felder bestellt gewesen, die Reiseernte in vollem Gange. Die Anoraks hĂ€tten fĂŒr die 500 wartenden Kinder bei Weitem nicht ausgereicht. BĂ€rbel Birner: „In uns kam ein schrecklich beschĂ€mendes GefĂŒhl auf und wir versprachen, weitere Jacken zu bringen.“

Africa-Luz habe gleich nach der Erdbebenkatastrophe im April 2015 dank der UnterstĂŒtzung von Sher Kintzl-Bahadur Hilfe geleistet. Er habe mit Spendengeldern von Africa-Luz Hilfstransporte in die zerstörten Dörfer organisiert. DarĂŒber hĂ€tten das ZDF-Heute-Journal und das 3-SAT-Auslandsjournal ausfĂŒhrlich berichtet. Außerdem habe man unmittelbar nach dem Beben in Sauraha-Bachhjauli, das vom Erdbeben verschont geblieben war, Kinder aus der zerstörten Hauptstadt Kathmandu aufgenommen.

Africa-Luz, so BĂ€rbel Birner, werde sich weiter in Nepal engagieren. Die eigenen Finanzmittel seien zwischenzeitlich knapp geworden. Man sei weiter auf Spenden angewiesen. Eine solche - und zwar in Höhe von 1 000 Euro - erhielt die Referentin nach ihrem Vortrag unter dem Beifall der Anwesenden von den Frauenbundvorsitzenden Irmgard Sellmeyer und Gerlinde Siegert ĂŒberreicht.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.