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Nachricht vom 08.02.2016 Schule

Sprachkompetenz wichtig f√ľr Schulerfolg

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  F√ľr das Schuljahr 2016/2017 werden an der Grundschule Hirschau 28 ABC-Sch√ľtzen erwartet, an der Ehenfelder Grundschule 9. Die Eltern der Schulneulinge waren sehr zahlreich zum Informationsabend ‚ÄěIst unser Kind schulf√§hig?‚Äú gekommen. Ihnen legte die Referentin des Abends, Lehrerin Hildegard Feyrer, besonders ans Herz, die Sprachf√§higkeit ihrer Kinder zu f√∂rdern. Sie sei ganz wichtig f√ľr den Schulerfolg.

Rektor Hans Meindl freute sich, neben den Eltern mit Johanna Hergeth (St. Wolfgang), Evelyn H√∂gl (Antonius) und Evi Fritsch (Marien) Erzieherinnen aus allen drei Stiftungskinderg√§rten begr√ľ√üen zu k√∂nnen. In Hirschau sei als Lehrkraft f√ľr die reine Jahrgangsklasse Helga Haas vorgesehen, f√ľr die Kombiklasse 1/2 Hildegard Feyrer, f√ľr die Ehenfelder Kombi-Klasse Michaela Gr√ľnwald.

Der Schulleiter erl√§uterte die rechtlichen Bestimmungen zur Schulaufnahme. So werden im Schuljahr 2016/2017 alle Kinder schulpflichtig werden, die bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollenden bzw. letztes Jahr zur√ľckgestellt wurden. Alle, die bis Dezember sechs Jahre alt werden, k√∂nnen auf Antrag der Eltern eingeschult werden. Noch j√ľngere Kinder w√ľrden aufgenommen, wenn ein amtlicher Schulpsychologe die Schulf√§higkeit attestiert. Wie bisher bestehe die M√∂glichkeit zur Zur√ľckstellung oder zum Eintritt in eine ‚ÄúDiagnose-F√∂rderklasse‚ÄĚ.



Hildegard Feyrer skizzierte ‚ÄěSchulf√§higkeit‚Äú als einen ‚Äěkomplexen Begriff, der k√∂rperliche, motorische, kognitive, motivationale und sozial-emotionale Kriterien‚Äú beinhalte. Sie lockerte ihre Ausf√ľhrungen h√§ufig mit humorvollen Beispielen aus der Schulpraxis auf. Wichtigstes k√∂rperliches Merkmal sei die Vitalit√§t. Nur ein gesundes Kind sei den Belastungen durch Schulweg und Unterricht optimal gewachsen. Eltern sollten auf eine gesunde Ern√§hrung ihrer Kinder achten und ihre nat√ľrliche Bewegungsfreude unterst√ľtzen.

Zur Förderung kognitiver Fähigkeiten wie z. B. Auffassung oder Merkfähigkeit sollte man Alltagssituationen im Haushalt oder beim Einkaufen nutzen. Spielerisch trainieren ließen sich die Fähigkeiten z.B. durch Memory-Spiele und Puzzles. Von großer Bedeutung sei die Gestaltauffassung. Da sich viele Buchstaben sehr ähnelten, gelinge der Leselernprozess leichter, wenn die Kinder auch minimale Unterschiede erkennen können.

Wichtigste Voraussetzung f√ľr den Schulerfolg sei die Sprachkompetenz des Kindes. Ca. 65 Prozent aller Schulleistungen hingen von ihr ab. Eltern sollten ein gutes Sprachvorbild geben, Fragen ersch√∂pfend beantworten, Geschichten erz√§hlen oder vorlesen. Dadurch w√ľrden der passive wie aktive Wortschatz und das Repertoire an Satzstrukturen erweitert. In aller Regel zeichne sich das schulf√§hige Kind auch dadurch aus, dass es nicht mehr in den Kindergarten, sondern endlich in die Schule gehen und Hausaufgaben machen wolle.

Die Schulneulinge sollten sozial und emotional reif sein, sich von vertrauten Personen l√∂sen und Kontakte zu Kindern wie zu Erwachsenen kn√ľpfen k√∂nnen. Nicht nur dazu leiste der Kindergarten wertvolle Vorarbeit. Dort habe das Kind u.a. gelernt, trotz St√∂rfaktoren konzentriert und ausdauernd bei der Sache zu bleiben, selbst√§ndig zu arbeiten und sich in der Gruppe zu behaupten.

So wie Yogi L√∂w von seinen Fu√üballern Disziplin verlange, werde dies die Lehrkraft auch von ihren Sch√ľtzlingen tun. Auf jeden Fall sollten die Kinder √ľber ein gesundes Selbstbewusstsein verf√ľgen und auf das eigene Leistungsverm√∂gen vertrauen. Beides k√∂nnten Kinder nur entwickeln, wenn sie im Alltag immer wieder Lob, Best√§tigung und Zuneigung erfahren.

Die Referentin ermahnte die Eltern, die Erwartungen an ihre Kinder nicht zu hoch zu schrauben. Sie sollten ihnen auch keine Angst vor der Schule machen. Abgerundet wurde der Abend durch eine von der Erzieherinnen vorbereitete Ausstellung von Lernmaterialien.

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