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Nachricht vom 2016-02-04
Verfasser: Werner Schulz  
Kindergarde bringt Hirschauer Fasching auf Touren

Hirschau. Hirschau ist nicht länger eine Hochburg der Faschingsmuffel. Die Kaolinstadt mausert sich dank der Kindergarde des Musikzugs zu einer Faschingshochburg für Kinder! Dem fetzigen „WarmUp“ im Josefshaus folgte am Samstag der begeistert beklatschte Kinderfaschingszug. Die tolle Stimmung konnte auch der mittägliche Wetterumschwung nicht trüben. Trotz trotz des regenverhangenen Himmels und des kühle, böig pfeifendem Windes säumten Hunderte die Hauptstraße.

An ihnen marschierten gut dreihundert junge Närrinnen und Narren vorüber. Ihr Weg führte von der Schlossbrauerei aus südlich am Rathaus vorbei rund um die Stadtpfarrkirche zum Marktplatz zurück. Egal ob Maschkerer oder Schaulustige – für sie alle galt lautstark der Schlachtruf „Hirschau OHO“. Ganz besonders galt dies für Bürgermeister Hermann Falk und Ex-Musikzug-Chef Werner Stein, die von ihrer Kommentatorenbühne aus die einzelnen Gruppen vorstellten

Angeführt wurde der Gaudiwurm von Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Er hatte sich die Dienstkleidung des letzten Hirschauer Stadtnachwächters angezogen. Immer wieder blies er in sein ohrenbetäubenden Lärm verursachendes Signalhorn. Ihm auf dem Fuß folgte im graziös-zackigen Gleichschritt die Kindergarde mit ihrer Chefin Regina Merkl. Prinz Aaron I. und Prinzessin Valentina I. mussten die Strecke nicht auf Schusters Rappen zurücklegen.

Ihre Majestäten ließen sich im offenen Cabrio chauffieren, ebenso wie Prinz Samuel und Prinzessin Lena von der Kinderfaschingsgesellschaft Kleinseugastanien. Deren Kinder kamen in ihren grün-weißen Gardeuniformen schmuck daher und schmetterten ihr „Seugast OHO“. Für Annette Pruy-Semsch, ihre Musikerinnen und Musiker samt den Baton schwingenden Majoretten war der Kindergaudiwurm ein letztes, ideales Training für den bevorstehenden Rosenmontagsauftritt in Düsseldorf.

Die Kinder wie ihre erwachsenen Betreuer und Begleiter hatten sich durch die Bank phantasievoll und originell kostümiert, auch so mancher Schaulustige. Dies galt für die Mädchen und Jungen der drei Hirschauer Stiftungskindergärten genauso wie für die Kleinen des Zwergerltreffs, den Nachwuchs des Anglervereins oder der Kampfkunstschule Amberg. Es wimmelte nur so vor knallgelben Minions, furchteinflößenden Piraten, Zwergen, Feen, Zauberern oder anderen Märchenfiguren.

Die St. Wolfgang Kindergarten- und Krippenkinder waren als Kissen der Frau Holle unterwegs. Michaela Meier und die Zwergerln ihrer Krabbelgruppe verbreiteten mit ihren mit Bananen behangenen Palmen südländisches Urlaubsflair. Der Anglernachwuchs lockte mit Wiener Würstchen als Köder. Mit der Ankunft auf dem Marktplatz war die Faschingsgauudi keineswegs zu Ende. Bei Stimmungsmusik ging es an der Bar genauso rund wie am Kaffee- und Kuchen- und Verpflegungsstand .

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