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Nachricht vom 02.02.2016 Sonstiges

FĂŒr Erste Hilfe gerĂŒstet

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Jedes Jahr verunglĂŒcken in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder im Alter unter 15 Jahren. 60 Prozent der UnfĂ€lle passieren zu Hause. Daher tun Eltern gewiss gut daran, sich fĂŒr diesen Fall zu wappnen – am besten durch das Absolvieren eines „Erste-Hilfe-Kurses am Kind“. Genau dies tat eine Elterngruppe des Kinderkartens und der Kinderkrippe St. Wolfgang auf Anregung der Beiratsvorsitzenden Jentry Meißner. Sie nutzten das Angebot des BRK und ließen sich von Rettungsassistent Thomas Zwick knapp vier Stunden lang in Theorie und Praxis auf den Eventualfall vorbereiten.

Einleitend wies der Kursleiter darauf hin, dass Kinder bis zum 4. Lebensjahr keinerlei Gefahrenbewusstsein haben. Erst ab dem 8. Lebensjahr könne ein Kind Gefahren vorhersehen. Wirkliches Gefahrenbewusstsein sei erst ab einem Alter von 14 Jahren entwickelt. In den ersten 6 Lebensmonaten seien SturzunfĂ€lle, vor allem vom Wickeltisch, am hĂ€ufigsten. Kleinkinder verschlucken GegenstĂ€nde, ziehen sich Verbrennungen, VerbrĂŒhungen, Vergiftungen und VerĂ€tzungen zu, stĂŒrzen beim Treppensteigen oder erleiden ElektrounfĂ€lle.

Viele UnfĂ€lle ließen sich durch Sicherheitsmaßnahmen vermeiden, aber eben nicht alle. AusfĂŒhrlich und anschaulich erlĂ€uterte Zwick die Ursachen von Verbrennungen und VerbrĂŒhungen und die sofort einzuleitenden Gegenmaßnahmen. Er zeigte auf, was bei Störungen der AtemtĂ€tigkeit oder der Herz-KreislauftĂ€tigkeit zu tun ist.

AusdrĂŒcklich ermahnte er, Wasch-, SpĂŒl- und Pflanzenschutzmittel sicher zu verschließen und schwer zugĂ€nglich aufzubewahren. Er erklĂ€rte, wie Vergiftungen und VerĂ€tzungen durch Chemikalien, Laugen, SĂ€uren, Pflanzen, Beeren oder Pilze zu erkennen und welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen sind. Gerne nahmen die Teilnehmerinnen das Angebot an, an Übungspuppen die richtigen Handgriffe bei ErstickungsnotfĂ€llen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu trainieren. Auch die stabile Seitenlage wurde in der Praxis geĂŒbt.

Erwachsene, so Zwick, mĂŒssten die Rettungskette kennen. Die Notrufnummern des Rettungsdienstes, der Polizei, der Feuerwehr und des Ärztlichen Notdienstes mĂŒssten jederzeit im Kopf abrufbar sein. FĂŒr den Fall des Notrufs seien unbedingt die “fĂŒnf W” zu beachten: “Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor? Warten auf RĂŒckfragen”.

Obwohl es in der Regel anstrengend ist, abends umfangreiche Informationen aufzunehmen, verging den Eltern dank der anschaulichen Beispiele und der interessanten praxisnahen Kursgestaltung durch Thomas Zwick die Zeit wie im Flug. FĂŒr die Teilnehmer stand abschließend fest, dass die „Erste Hilfe am Kind“ eine unschĂ€tzbare Möglichkeit darstellt, die Gesundheit der Kinder zu schĂŒtzen und zu bewahren

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