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Nachricht vom 29.01.2016 Sonstiges

Behandlungstermin bei Facharzt

Amberg (Bericht von Uschald-PR Amberg )  Die neuen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung werden aus Sicht der regionalen Ă„rzteschaft hierzulande keine groĂźe Bedeutung haben. Der Ă„rzteverbund Oberpfalz Mitte (Ă„VOM) kann angesichts der festgelegten Vierwochenfrist fĂĽr einen Termin beim Facharzt die Patienten beruhigen. In Akutfällen wird fĂĽr Patienten in Amberg und im Landkreis eine Minimalwartefrist garantiert, ohne Einschaltung der Servicestelle in Bayreuth.

Ein Ziel der ÄVOM besteht darin, die regionale haus- und fachärztliche Versorgung in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach zu erhalten und zu stärken. Für den Patienten bedeutet dies, einen möglichst kurzen Weg zu einem Haus- und Facharzt zu haben. Gerade im ländlich strukturierten Landkreis Amberg-Sulzbach ist dies für den ÄVOM von größter Bedeutung. Darüber hinaus wird über die enge Vernetzung der ÄVOM-Ärzte versucht, dass ein Patient einen schnellen Termin bei einem weiter behandelnden Facharzt erhält.

Wie der ÄVOM in seiner Pressemitteilung weiter erläutert, sind bei bestimmten Fachgruppen, etwa bei Augenheilkunde, Orthopädie, Dermatologie oder Gynäkologie, Terminvergaben auch jenseits von vier Wochen teilweise unvermeidlich, soweit es sich um Routineuntersuchungen wie beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen handelt. „Anders sieht es aus, wenn der Hausarzt einen Termin beim Facharzt als vordringlich erachtet. Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten innerhalb des Ärzteverbundes genügt normalerweise ein Anruf durch den Hausarzt oder eine Mitarbeiterin und der Patient erhält einen bevorzugten Termin innerhalb von wenigen Tagen“, versichert der Sprecher des ÄVOM, Dr. Dietrich Schreyer.

Wie Dr. Schreyer weiter erläutert, vermittelt die Terminservicestelle einen Behandlungstermin nur dann, wenn der Versicherte an einen Facharzt überwiesen wurde. Der überweisende Arzt muss auch Angaben zur Dringlichkeit machen. „Die Pflicht zur Vermittlung eines Behandlungstermins innerhalb von vier Wochen gilt nicht bei Routineuntersuchungen und Behandlung von Bagatellerkrankungen, also für verschiebbare Untersuchungen wie beispielsweise Früherkennungsuntersuchungen oder Verlaufskontrollen bei nicht akuten Erkrankungen“, teilt der Ärzteverbund mit.

Er betont, dass die neuen Terminserviestellen gesetzlich vorgeschrieben sind. Die freie Arztwahl entfällt dabei: der Versicherte hat nämlich keinen Anspruch auf Vermittlung eines Termins bei einem bestimmten Arzt hat. Und: Die Servicestelle vermittelt keine Termine bei Psychotherapeuten, Zahnärzten oder Kieferorthopäden. Auch Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte sind von der Vermittlung ausgenommen. Für die Patienten gibt es in dem neuen Gesetz zumutbare Entfernungen. Notfalls muss die Servicestelle nach einem Behandlungstermin in einem geeigneten aber weiter entfernten Krankenhaus suchen, wobei es in Nordostbayern manche Fachabteilungen an Kliniken gar nicht gibt.

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