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Nachricht vom 2016-01-01
Verfasser: Werner Schulz  
Frauenbund-Finanzspritzen für Helfer vor Ort und Krabbelgruppe

Hirschau. Im Januar 2015 hatten Johannes Sellmeyer und Gabi Köper den Mitgliedern des Katholischen Frauenbunds bei ihrer Jahresversammlung die Ortsgruppe der „Helfer vor Ort“ (HvO) vorgestellt. Damals erhielten sie vom Frauenbund eine 500-Euro-Finanzspritze. In diesen Tagen griff der Frauenbund den HvO’ler wieder unter die Arme. Die Vorsitzende Roswitha Wendl überreichte an Johannes Sellmeyer und Daniel Reger einen 1000-Euro-Scheck.

Bei der Spendenübergabe erinnerte Wendl an den Informationsabend, bei dem man viel über die Aufgaben und Hilfeleistungen der HvO im Notfall- und Rettungsdienst erfahren. Neun ausgebildete BRK-Bereitschaftsmitglieder überbrückten bei Bedarf mit qualifizierter Erster Hilfe und basismedizinischen Maßnahmen die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und dem Eintreffen des Rettungswagens. Ihre Hilfe könne also über Leben und Tod entscheiden. Alle HvO’ler leisteten diesen Dienst ehrenamtlich und seien zur Erfüllung ihrer Aufgaben auf Spenden angewiesen. Man habe erfahren, dass sie sich ein Kohlenmonoxid-Warngerät (CO-Warngerät) anschaffen wollten. Die 1000-Euro-Spende des Frauenbundes solle dafür verwendet werden.

Johannes Sellmeyer und Daniel Reger bezeichneten die HvO als Ergänzung des BRK-Hilfeleistungssystems im Kaolinbecken. Dieses sei dank der Hirschauer BRK-Rettungswache sehr gut organisiert. Wenn jedoch der Hirschauer BRK-Rettungswagen wegen eines anderen Einsatzes nicht vor Ort sei, vergingen mindestens 15 Minuten, bis ein Rettungswagen aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg oder Nabburg in Hirschau, Schnaittenbach oder Gebenbach eintreffen kann. Bei schlechten Witterungs- und Straßenverhältnissen könnte die therapiefreie Zeitspanne noch länger sein. Um diese zu verkürzen, stünden die „Helfer vor Ort“ zum Leisten qualifizierter Erster Hilfe Gewehr bei Fuß.

Sellmeyer und Reger begründeten den Wunsch nach Anschaffung eines Kohlenmonoxid-Warngerätes. Kohlenmonoxid (CO) sei ein hochgiftiges Gas. Es sei besonders gefährlich, weil es farblos, geruchlos und geschmacklos ist. Es könne vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Im Körper blockiere es den Sauerstofftransport über die roten Blutkörperchen und führe damit quasi zu einem "inneren Ersticken". Der Vergiftete verspüre dabei jedoch keine Atemnot. Laut statistischem Bundesamtsind seien im Jahr 2010 in Deutschland 481 Menschen an einer CO-Vergiftung gestorben, wobei teilweise auch Tote nach Bränden mitgezählt wurden.

CO entstehe bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen, z.B. Holz, Kohle, Papier, Erd- und Flüssiggas oder vieler Kunststoffe im Fall einer nicht ausreichenden Sauerstoffzufuhr. Mit den bisher bei den HvO vorhandenen Geräten könne man es nicht wahrnehmen und messen, da es sich bei Messungen wie Sauerstoff verhält, diesen aber im Blut verdrängt. Das Gas finde man meistens bei „Kellereinsätzen“ vor, werde neuerdings zum Suizid genutzt. Die „Helfer vor Ort“ bräuchten einen CO-Warnmelder. Sie seien in der Regel als erste und alleine am Einsatzort. Es gebe keine Warnzeichen, die das Vorhandensein des Gases in der Luft verraten würden. Das CO-Warngerät, das etwa die Größe eines Handys habe, gebe ein akustisches und ein visuelles Warnsignal ab, sobald es CO in der Luft feststellt. Um frühestmöglich gewarnt zu werden, geschehe dies schon bei Messwerten von 30 bis 60 ppm (parts per million), einer relativ niedrigen Konzentration.

Neben den Helfern vor Ort wurde auch die Eltern-Kind-Gruppe Zwergerltreff – ein Kind des Frauenbundes – mit einer Spende bedacht. Nach den Worten der Leiterin Michaela Meier werde man die 100-Euro-Spende primär zum Kauf von Bastelmaterial verwenden.

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