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Nachricht vom 02.08.2026 Kultur & Feste

Jubiläum: Musikzug lädt am Wochenende 8./9. August zum 50. Marktplatzfest ein

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Hirschau ist nicht nur die „Stadt der Weißen Erde“, sondern während der Sommermonate auch eine Hochburg der Vereins- und Gartenfeste. Das mit Abstand größte in dieser Reihe ist das „Marktplatzfest“ des Musikzugs, im Volksmund „Stadtfest“ genannt. Am Wochenende 8./9. August wird es zum 50. Mal gefeiert.

Kein anderes alljährlich wiederkehrendes Fest lockt auch nur annähernd so viele Besucher ins Zentrum der Kaolinmetropole wie dieses. Vor 51 Jahren – genau am 31. August 1975 - wurde es von Sepp Uschold, dem Gründer und damaligen „Boss“ des Musikzugs, ins Leben gerufen. Dass man heuer erst das 50-Jährige feiern kann, ist der Corona-Pandemie geschuldet. Wegen ihr musste das Fest 2020 und 2021 ausfallen.

Heuer fällt der Startschuss am Samstag (8. August) um 17 Uhr. Dann wird Bürgermeisterin Beate Dietrich das erste Fass Bier aus der heimischen Schlossbrauerei anstechen und verkünden, dass „o’zapft is“. Nachdem die Stadt Hirschau auf Initiative des Musikzug-Ehrenvorsitzenden Werner Stein vom Deutschen Musikrat(FMR) und Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) vor wenigen Wochen als „Landmusikort des Jahres“ ausgezeichnet wurde, werden die entsprechende Plakette mit dem Gütesiegel und das Preisgeld in Höhe von 6 000 Euro unmittelbar nach dem Bieranstrich offiziell überreicht. Anschließend übernehmen zum siebten Mal in der Marktplatzfestgeschichte die „Original Fichtelgebirgsmusikanten“ das Kommando auf der Bühne vor dem wegen der laufenden Sanierung eingerüsteten Rathaus. Seit 2018 ist die Kapelle zum neunten Mal ein Garant für beste Unterhaltungs- und Stimmungsmusik. Gegen 19 Uhr erwartet die Festbesucher ein tänzerischer Höhepunkt. Dann beweisen zuerst die Nachwuchsmajoretten des Musikzugs und anschließend die „Großen“ der Majorettengruppe ihr Können mit ihren Showtänzen. Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einer Freiluft-Andacht, gemeinsam gestaltet vom evangelischen Pfarrer David Scherf (Amberg) und Diakon Richard Sellmeyer von der katholischen Pfarrgemeinde. Musikalisch umrahmt wird sie vom Musikzug, dirigiert von Marcus Hoffmann. Mittags kann die Küche in den Hirschauer Haushalten kalt bleiben. Auf dem zum Festplatz umfunktionierten Marktplatz werden ab 11.30 Uhr allerlei Schmankerln angeboten, u.a. ein deftiger Ab 16 Uhr spielt in bewährter Manier die Kapelle „Jedsmal Anerschd“ auf. Sie ist bis in die Nacht hinein für die musikalische Unterhaltung der Festbesucher zuständig. Aufgelockert wird das Unterhaltungs- und Musikprogramm um 19 Uhr durch einen Showauftritt der Jugendgarde der Narrhalla Hirschau.

Wie alle Jahre fehlt auch ein Süßigkeitenstand nicht im Fest-Angebot. Für Speisen (Bratwürstln, Steaks, Forellen, Käse, Obazda, Fisch- und Lachssemmeln, Kuchen usw.) und Getränke sorgt wie immer an beiden Tagen das Helferteam des Musikzugs. Der bleibt der Tradition treu, den Reinerlös des Festes für seine Nachwuchsarbeit - insbesondere für die Ausbildung junger Musiker - zu verwenden.

Heuer findet das Marktplatzfest des Musikzugs zum 50. Mal statt. Beim 1. Fest am 31. August 1975 verkündete 2. Bürgermeister Hans Dobmeyer (links), dass „o’zapft is“ und stieß mit Musikzugboss Sepp Uschold (rechts) auf ein Gelingen des Festes an. Die Maß Bier kostet heutzutage etwas mehr als damals!!!  - Foto von Werner Schulz (Archiv)Foto: Werner Schulz (Archiv)
Heuer findet das Marktplatzfest des Musikzugs zum 50. Mal statt. Beim 1. Fest am 31. August 1975 verkündete 2. Bürgermeister Hans Dobmeyer (links), dass „o’zapft is“ und stieß mit Musikzugboss Sepp Uschold (rechts) auf ein Gelingen des Festes an. Die Maß Bier kostet heutzutage etwas mehr als damals!!!

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Foto: Werner Schulz (Archiv)
Foto: Johannes Bauer
Foto: Johannes Bauer