Burgstall (Bericht von Werner Schulz) Bilderbuchwetter, ein großer Besucherandrang, zünftig aufspielende Musikanten, blitzsaubere Kirwapaare und – wo gibt’s das sonst - schuhplattelnde Kirwaburschen: All das war geboten bei der 46. Burgstaller Kirwa.
Drei Tage wurde das idyllisch gelegene Dorf zum Mekka der Kirwafreunde aus der näheren und weiteren Umgebung. Die Dorfgemeinschaft mit ihren ca. 60 Einwohnern und ihrer Ortssprecherin Julia Matthies waren wie gewohnt bestens gerüstet für den Gästeandrang. Für die Kirwapaare galt am Samstag erst einmal die Redensart, dass die Götter vor das Vergnügen den Schweiß gesetzt haben. Die Burschen holten den fachmännisch gefällten Kirwabaum traditionsgemäß aus dem Kirchenholz und richteten ihn zum Aufstellen her. Die Moidln schmückten ihn mit weiß-blauen Bändern. Um 14 Uhr ragte der 25 Meter hohe Kirwariese senkrecht in den Himmel. Schon zum Auftakt am Samstagabend herrschte beste Stimmung. Dafür sorgte die Band „Huschascha“, zu deren Klängen die zehn Kirwapaare ins Festzelt einmarschierten. Bis in die späte Nacht spielte das Quartett nach dem Geschmack der Gäste auf und lockte das eine oder andere Pärchen von der Bierbank zu einem Tänzchen auf die Bühne. So mancher „Hockl“ trat den Heimweg erst zu später Stunde an.
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft. Um den Freialtar vor der St. Martin-Kapelle versammelte sich eine große Schar an Gläubigen. Für die Kirwapaare war die Teilnahme Ehrensache. Im Mittelpunkt der Predigt von Vikar Preitschaft stand das Gleichnis vom Sämann. Musikalisch gestaltet wurde die Messfeier von der Gebenbacher Blasmusik. Sie unterhielt die Gäste auch beim Frühschoppen. Traditioneller Höhepunkt des Nachmittags war das Austanzen des Kirwabaumes. Angeführt vom Trio „Remerschnalzer“ marschierten die Boum und Moidln vor dem Festzelt auf. Sie machten eine ausgezeichnete Figur bei der von den alterfahrenen Kirwapaaren einstudierten Sternpolka, beim Siebenschritt, beim Altenberg Boarischen, Zwiefachen und Walzer. Der endete mit der Kür von Madlen Goller und Tim Riß zum Oberkirwapaar. Die Burgstaller Kirwa einmal mehr etwas zu bieten, was es in der Umgebung weit und breit bei keiner Kirwa gibt – schuhplattelnde Kirwaburschen! „So a richtiger Burgstaller Kirwabursch mou nämlich mehra kinna als bloß Tanzen mit sein‘m Moidl!“ Zum elften Mal warteten die Boum mit einer Schuhplattler-Einlage auf. Sie gaben den „Watsch‘nplattler“ zum Besten, dass die Lederhosen nur so krachten. Für ihre teilweise akrobatischen Darbietungen gab es am Ende donnernden Applaus. Danach setzte der Ansturm auf das im Gemeindehaus aufgebaute Kuchen- und Köichlbuffet ein, derweil die „Remerschnalzer“ die Gäste bis in den Abend bestens unterhielten. Der Montag brachte bei bestem Wetter noch einmal einen Besucheransturm. Egal ob Grillschmankerln, Kaffee. Köichln oder Kuchen – alles war heiß begehrt. Abends versetzten die „Barsprinter“ das Publikum in zünftige Kirwastimmung. Als letzter Höhepunkt stand die Verlosung des Kirwabaumes an. Gewinner war der Kirwabursch Bastian Haller. Er gab den Baum zur Versteigerung frei. Endgültiger Besitzer ist nun Peter Schalk aus Hirschau.
Foto: Kathrin MüllerMöchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!
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