Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Große Freude in Hirschau: Der Deutsche Musikrat (DMR) und der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) haben die Stadt Hirschau als Landmusikort 2026 ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 6 000 Euro.
Werner Stein, Ehrenvorsitzender des Musikzugs, war vor Monaten in einem Newsletter des Nordbayerischen Musikbundes auf das Förderprogramm „Landmusikort des Jahres“ aufmerksam geworden. Mit diesem werden innovative Musikprojekte und musikalische Aktivitäten mit Vorbildcharakter und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement in Gemeinden bis 12 000 Einwohner ausgezeichnet. Mit seiner Idee, die Stadt sollte sich für die Auszeichnung bewerben, traf er bei Bürgermeister Hermann Falk auf offene Ohren. Hirschau, darin waren sich beide einig, hatte in Sachen musikalische Aktivitäten eine ganze Menge zu bieten. An Monika Reindl, der Kultur- und Tourismusbeauftragen der Stadt, war es dann, die umfangreichen Antragsunterlagen zu bearbeiten – tatkräftig unterstützt von Werner Stein. Mit Presseberichten wurden die umfassenden Aktivitäten der örtlichen Vereine und Organisationen belegt. Hirschau hat da einiges zu bieten, z.B. als herausragende Ereignisse die letztjährigen „Oberpfälzer Kulturtage“, bei deren Programm nahezu alle Vereine, die Kindergärten und Schulen mitwirkten, und das Volksmusikfest „Kummt’s eina“. Das Angebot des Musikzugs und der Majoretten, ihr Instrumentenlehrpfad und die verschiedenen Konzerte wurde ebenso ins Feld geführt wie das des Heimat- und Trachtenvereins mit dem „Lebendigen Adventskalender“ als Highlight, ebenso die Konzerte des Kinderchores „Herzwärts“, des „Gemischten Chors“, des Ehenfelder Männerchors und der „Hirschauer Wirtshausmusi“. Zwei Gaststätten tragen das Label „musikantenfreundliches Wirtshaus“. Nicht vergessen wurden die Veranstaltungen der Kulturwerkstatt Hirschau und die des Festspielvereins sowie der evangelischen Kirchengemeinde. Auch die lebendige Pflege des „Immateriellen Kulturerbes Kirwa“ in den Hirschauer Ortsteilen wurde angeführt. Herausgestellt wurde, dass die Vereine bei ihren Aktivitäten alle Generationen einbinden, ohne sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Durchwegs ist dabei ehrenamtliches Engagement von entscheidender Bedeutung. Dargelegt werden musste auch die Verwendung des eventuellen Preisgeldes. Dieses, darin stimmten Bürgermeister Falk, Monika Reindl und Werner Stein überein, soll für die Finanzierung des für 2027 geplanten Volksmusikfestes „Kummt’s eina“ verwendet werden. Es soll auch weiterhin im 2-Jahres-Rhythmus abgehalten werden.
Offenkundig hatten Monika Reindl und Werner Stein ganze Arbeit geleistet. Die Stadt Hirschau hatte mit ihrer Bewerbung Erfolg. Die Jury entschied, dass die Stadt mit dem 3. Bundespreis ausgezeichnet wird. Sie erhält das Gütesiegel „Landmusikort des Jahres“ als Plakette, um bundes- und landesweit für das besondere Engagement sichtbar zu sein. Als Belohnung gibt es ein Preisgeld in Höhe von 6 000 Euro. Zu der Auszeichnung gratulierte dieser Tage Bürgermeisterin Beate Dietrich. „Ich freue mich sehr über diesen großartigen Bundespreis. Er zeigt, dass wir in Hirschau Tradition und Moderne miteinander verbinden und unsere Vereine eine hervorragende Jugendarbeit leisten.“ Offiziell überreicht wird die Auszeichnung beim Marktplatzfest des Musikzugs am Samstag, 8. August.
Mit der Auszeichnung wird das außergewöhnliche Engagement der Musik- und Kulturvereine in Hirschau gewürdigt. Gleichzeitig unterstreicht der Preis die Bedeutung der Musik als verbindendes Element des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt und als wichtiger Baustein für eine lebendige Zukunft im ländlichen Raum.
Insgesamt vergab die Jury drei Bundespreise. Die anderen beiden gingen an die Gemeinden Ehrenfriedersdorf in Sachsen und Reichenwalde in Brandenburg. Weitere zehn Gemeinden erhielten einen Förderpreis.
Foto: Werner SchulzMöchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!
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