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Nachricht vom 2018-12-11
Verfasser: Werner Schulz  
Kaninchenzüchter präsentierten ihre Prachtexemplare

Als große Ehre für den Verein bezeichnete es Vorstand Georg Maier (l.), neben Bürgermeister Hermann Falk (2.v.l) und Veterinärdirektor Dr. Werner Pilz (r.) in der Reihe der Gäste erstmals Landrat Richard Reisinger (3.v.r.) begrüßen zu können. Sie gratulierten Wolfgang Högl (3.v.l.) zum Gewinn der Vereinsmeisterschaft und Alex Hollederer (2.v.r.) zum 2. Platz. Den 3. Platz belegte Vorstand Georg Maier.
Hirschau. Zwei Tage lang war die Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins B 747 eine interessante Ergänzung des Weihnachtsmarktes. Im ehemaligen Bauhof in der Hirschengasse präsentierten die Hoserer ihre Prachtexemplare.

Das in der Vorweihnachtszeit oft zitierte Motto „Alle Jahre wieder“ könne man auch auf die Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins B 747 anwenden, erklärte Vorstand Georg Maier bei der Eröffnung der Ausstellung. Sie habe eine lange Tradition, die man hoffentlich noch viele Jahre in dem als Ausstellungsraum bestens geeigneten Ex-Bauhof abhalten könne. Nicht weit vom Marktgeschehen entfernt fänden Besucher leichter den Weg zur Lokalschau. Das bewahrheitete sich am Samstag. Allerdings verhinderte der sonntägliche Dauerregen ähnlich gute Besucherzahlen.

Als große Ehre bezeichnete es Vorstand Maier, neben Bürgermeister Hermann Falk, dem Schirmherrn, und Veterinärdirektor Dr. Werner Pilz in der Reihe der Gäste erstmals Landrat Richard Reisinger begrüßen zu können. Die Züchter seien von Haus aus bestrebt, dass es ihren Tieren sehr gut geht. Nur durch tiergerechte Haltung sei es möglich, solch schöne Tiere zu züchten und vorzuzeigen. Maiers Dank galt den Züchtern, die ihre Kaninchen ausstellen. Ohne sie gäbe es keine Lokalschau. Leider könne man heuer mit 52 Tieren nur eine etwas geringere Anzahl präsentieren. Doch Kaninchenzucht, wie sie von den Hirschauer Hoserern betrieben wird, stehe im Einklang mit der Natur. Diese lasse sich nicht gerne beeinflussen. „Wenn eine Häsin nicht bereit ist, lässt sie sich nicht decken. Wenn sie nicht gedeckt ist, gibt es keine Jungen und so weiter!“ Man wisse, dass das in der „Profi-Zucht“ oder bei gewerblichen Betrieben anders sei. „Doch wir wollen die Natur sein lassen!“

Dass sich die Ergebnisse dieser der Natur verbundenen Züchterarbeit mehr als sehen lassen können, betonte Landrat Richard Reisinger. Im elterlichen Haushalt sei er mit Hasen und Brieftauben aufgewachsen. Daher sei sehr wohl bewusst, dass die Kaninchenzucht sehr viel Tierliebe verlange und eine Menge Arbeit macht. Auch Bürgermeister Hermann Falk zollte den Züchtern hohen Respekt. Ihre Zahl werde immer kleiner. Umso höher sei die Leistung zu bewerten, eine solche gelungene Ausstellung zu stemmen. Die Stadt stelle den alten Bauhof gerne für diesen Zweck zur Verfügung. Dem Verein sei zu wünschen, dass sich in naher Zukunft doch der eine oder andere Nachwuchszüchter einstellt. Die Aussteller ermunterte er, auf jeden Fall weiter zu machen.

Zusammen mit Vorstand Maier nahmen Landrat Reisinger und Bürgermeister Falk die Preisverteilung für die Vereinsmeisterschaften vor. Grundlage dafür waren die Bewertungen der Preisrichter Erich Wölk (Neumarkt) und Markus Grillenbeck (Berching), die die Tiere begutachtet hatten. Drei Tiere wurden von ihnen mit dem Prädikat „vorzüglich“ eingestuft, 17 mit „hervorragend“ und 30 mit „sehr gut“.

Die Ergebnisse der Vereinsmeisterschaften: 1. Wolfgang Högl, Blaue Wiener (387,0 Punkte, Ehrenpreis Landesverband), 2. Alex Hollederer, Alaska (385,0 Punkte, Ehrenpreis Bezirksverband), 3. Georg Maier, Großchinchilla (382,5 Punkte, Ehrenpreis Kreisverband).
Einen weiteren Bezirksverband-Ehrenpreis erhielt Wolfgang Högl, Blaue Wiener (384,5 Punkte), einen weiteren Kreisverband-Ehrenpreis Alex Hollederer, Rheinische Schecken (384,5 Punkte). Pokalsieger wurde Wolfgang Högl, Blaue Wiener (483, Punkte). Den besten Rammler, einen Alaska (97,0 Punkte) hatte Alex Hollederer vorzuweisen, die beste Häsin Wolfgang Högl mit einer Blauen Wiener (97,5 Punkte). Beeindruckt von der Ausstellung zeigte sich auch Dr. Werner Pilz. Es sei offenkundig, dass die Tiere bei ihren Züchtern in den besten Händen und bei bester Gesundheit sind.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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