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Nachricht vom 2018-11-07
Verfasser: Werner Schulz  
Beim Kennenlernabend polnische Spezialitäten gekostet

Polnische Küche war heuer angesagt beim Kennenlern-Abend des Marien-Kindergartens/Haus des Kindes. Möglich machten ihn Teresa Wczasek (2.v.l.) und Matthias Vigna (r.). Unter ihrer Regie wurden von den Eltern und vom KiTa-Personal polnische Nationalgerichte wie Pierogi und Lasanki zubereitet und beim gemeinsamen Abendessen genossen.
Hirschau. Würde man die Hirschauer fragen, was „Pierogi“, „Lasanki“ oder „Oponki“ sind – die allermeisten müssten wohl passen. Es sei denn, sie waren beim Kennenlernabend im Marien-Kindergarten dabei. Denn da wurde polnisch gekocht und gegessen.

Wie alle Jahre haben einige Kinder, die den Marien-Kindergarten/Haus des Kindes besuchen, einen Migrationshintergrund. Die Multinationalität ihrer Schützlinge bzw. deren Eltern brachten Einrichtungsleiterin Christa Bauer und ihr Team vor fünf Jahren auf die Idee, den ersten Elternabend eines Schul- bzw. Kindergartenjahres als Länder-Kennenlernabend zu gestalten. Das Erfolgsrezept: Miteinander kochen, miteinander essen, dabei viel miteinander plaudern und Interessantes über das jeweilige Land erfahren. Nach Bayern, der Ukraine, der Türkei, den USA und dem Iran war Polen als Kennenlern-Land an der Reihe.
Möglich machten dies Teresa Wczasek und Matthias Vigna. Aus beiden Familien besucht ein Kind die Einrichtung. Die Eltern hatten sich schon im Vorjahr beim „Persischen Abend“ bereit erklärt, dieses Mal bei einem Kochabend ihr Heimatland vorzustellen. Die beiden Hauptköche hatten schon im Vorfeld viel zu tun. Da es in Hirschau und Umgebung schwierig war, die für die Zubereitung polnischer Gerichte nötigen Zutaten zu finden, mussten sie zum Einkaufen nach Regensburg fahren.

Dass die Polen als ein Volk gelten, das gerne feiert und alte Bräuche pflegt, bestätigten Teresa Wczasek und Matthias Vigna. Grundsätzlich spiele die Familie eine sehr wichtige Rolle. An Weihnachten komme dies besonders zum Ausdruck. So beginne der Hl. Abend mit dem Teilen einer geweihten Oblate als Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens. Jeder breche sich einen Teil ab. Um abwesende Familienmitglieder teilhaben zu lassen, verschicke man die Oblaten in die ganze Welt. Zur Veranschaulichung hatte Teresa Wczasek ein Exemplar mit Krippenaufdruck mitgebracht. Beim Weihnachtsessen stehe auf dem Tisch ein zusätzliches Gedeck, das an die Verstorbenen erinnern soll. Zugleich sei es für den Fall gedacht, dass ein unerwarteter Gast kommt. Das polnische Abendmahl sei fleischlos, bestehe aus Fischgerichten, Piroggen und Krautgerichten. In der Regel gebe es zwölf Gerichte als Symbol für die zwölf Apostel und die zwölf Monate. Jedes Gericht müsse probiert werden. Auch Ostern werde groß gefeiert. Der Ostermontag sei der Tag der Ostertaufe, an dem alle Menschen mit Wasser bespritzt werden. Das sei eine jahrhundertealte Tradition. Ausgiebig nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, in den von Teresa Wczaseks mitgebrachten Fotoalben zu blättern.

Nach dem informativen Teil wurde mit den Kochvorbereitungen begonnen, wobei die zwei Hauptköche daheim schon viel vorgearbeitet hatten. Sie meinten es mehr als gut mit den Teilnehmern und füllten den Tisch mit den unterschiedlichsten Gerichten und Leckereien. So gab es u.a. „Pierogi“, mit Käse, Fleisch oder Sauerkraut gefüllte Teigtaschen, und „Lazanki“, einen Nudelauflauf mit Sauerkraut, sowie polnische Donuts, „Oponkis“ genannt. Bevor es ans Genießen der Spezialitäten ging, wurde mit einem schwarzen Johannisbeer-Schnaps und „Zubrowka“, dem polnischen Wodka, auf das Gelingen des Abends angestoßen. “. Bei aller Gemütlichkeit wurde die Wahl des Elternbeirats nicht vergessen durchzuführen. Gewählt wurden: 1. Vorsitzende: Kerstin Lippert, Ersatz 1. Vorsitzende: Julia Bals, 2. Vorsitzende: Daniela Arnold, Ersatz 2. Vorsitzende: Teresa Wczasek, Schriftführerin: Ivonne Rauscher.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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