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Nachricht vom 2018-04-14
Verfasser: Werner Schulz  
Schnaittenbacher Wehr erhört Hirschauer Patenbitten

Bei aller Freundschaft kamen die Hirschauer Bittsteller Vorstand Michael Scchuminetz, Festmutter Silvia Maier und Kommandant Sebastian Jasinsky (v. l.) nicht umhin, die Schnaittenbacher auf einem Baumstammriegel kniend um die Übernahme der Patenschaft zu bitten. Erlöst wurden die drei jedoch erst, nachdem sie – ohne ihre Hände benutzen zu dürfen – eine Halbe Weizenbier geleert hatten.
Schnaittenbach/Hirschau. „Als Vorstand sag ich herzlichen Dank., dass zu uns gekommen seid’s zum Bitten. Jetzt dürft’s aufstehn von dem Scheit. Lang genug hab’s schon gelitten.“ Mit diesen Worten erlöste der Schnaittenbacher Feuerwehrvorstand Konrad Bierner seinen Hirschauer Pendant Michael Schuminetz, Kommandant Sebastian Jasinsky und Festmutter Silvia Maier vom leidvollen Scheitlknien.

Die drei Scheitlknier gehörten zur 74-köpfigen Abordnung der Hirschauer Feuerwehr, die zum Feuerwehrhaus der Nachbarstadt ausrückte, um die Schnaittenbacher Kameraden um die Übernahme der Patenschaft für ihr 150-jähriges Gründungsjubiläum zu bitten. Mit dabei im Tross der Schirmherr Bürgermeister Hermann Falk und Festmutter Silvia Maier samt ihrer Festdamenschar.

Angeführt vom Musikanten-Trio „D’Lausbuam“ machten sich die Hirschauer vom Landgraf-Platz aus auf zum Feuerwehrhaus im Schneckengäßchen. Dort warteten nicht nur die Schnaittenbacher Feuerwehrler mit Vorstand Konrad Bierner und Kommandanten Michael Werner, Bürgermeister Sepp Reindl und einige fesche Schnaittenbacherinnen auf die Gäste. Vor dem Fahrzeughallentor lag auf dem Hofpflaster ein Baumstammriegel – gerade einmal so breit, dass darauf drei Personen nebeneinander kniend Platz nehmen konnten.

Welchen Zweck der erfüllen sollte, war für Gastgeber wie Gäste sonnenklar. Da half es nicht, dass Marina Schlaffer appellierte „ Lasst uns nicht lange Scheitl knien, dann dürft’s auch unsern Schnaps probier’n!“ Vorstand Schuminetz, Festmutter Silvia Maier und Kommandant Sebastian Jasinsky mussten es sich auf dem Holzriegel bequem machen, um ihr Anliegen vorzutragen.

Schuminetz bekannte, dass man „in höchster Not nach Schnaittenbach“ gekommen sei, weil man „für das Gründungsfest seit jeher einen Patenverein braucht“. Um zu erklären, warum man dafür die Schnaittenbacher Wehr ausersehen hat, rief er in Erinnerung: „25 Jahre ist es her, da wart ihr schon mal Patenverein von unserer Wehr!“

Festmutter Silvia und Kommandant Jasinsky schlossen sich ihrem Vorsitzenden an: „Oh erhöret unser Bitten, wir haben schon genug gelitten. Denn unsre Knie, oh Weh, oh Graus, die halten’s nimmer länger aus.“ Im Gleichklang flehte das Bittsteller-Trio: „Gar herzlich bitten wir, so bringt’s uns wenigstens ein Bier und lasst uns aufsteh’n, um es zu kosten, um auf die Patenschaft zu prosten.“

Das Bier wurde prompt in Form von drei vollen Weizengläsern geliefert – mit dem Aufsteh’n wurde es vorerst nichts. Erst musste jeder seine Halbe Weizen trinken, allerdings ohne dabei seine Hände benutzen zu dürfen. Alle drei brachten tatsächlich das Kunststück fertig.

Nun gab Konrad Bierner grünes Licht zum Aufsteh‘n: „Den Paten machen, das ist für uns eine große Ehr, wir kommen auf euer Fest mit der ganzen Wehr!“ Erleichtert meinte Selina Panzer: „Euch als Paten zu nehmen, liebe Schnaittenbacher, liebe Paten, habt Dank, wir waren gut beraten.“ Dem gemeinsamen Feiern in der Fahrzeughalle stand nichts mehr im Wege.

Bürgermeister Sepp Reindl lobte die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den Wehren, bevor er sich daran machte, das Fass Dorfner-Bier aus der Schlossbrauerei anzuzapfen, das die Hirschauer mitgebracht hatten. Bis zu später Stunde wurde gemeinsam gegessen, getrunken und geplaudert, wie es unter alten Freunden üblich ist. D’Lausbuam taten das Ihrige dazu, dass allzeit beste Stimmung herrschte.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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