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Nachricht vom 28.03.2017 Sonstiges

Ensemble Palatina strapaziert Lachmuskeln der Senioren

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Wenn es zutrifft, dass Lachen gesund ist und jung hält, dann hat das Publikum, das beim Palatina-Gastspiel im BRK Seniorenheim St. Barbara dabei war, eine echte Gesundheits- und Anti-Aging-Kur mitgemacht. Regisseur Erich Wein und sein Ensemble bestätigten den ihnen vorauseilenden Ruf, mit ihren amĂĽsanten Sketchen die Lachmuskeln ihrer Zuschauer gewaltig zu strapazieren.

Erich Wein hatte mit der Auswahl der drei Stücke genauso ein glückliches Händchen wie mit der Besetzung der Rollen. Ein altes Sprichwort sagt, dass „Kinder und Narren die Wahrheit sagen“. Der Spruch zog sich wie ein roter Faden durch den Sketch „Eine reizende Verwandtschaft“. In der Rolle des kindlich naiven Flori ließ der zehnjährige Florian Heil jedenfalls keine Gelegenheit aus, seine Mutter Maria (Rosi Hochstetter) während des Besuches bei seiner Tante Carola (Renate Biehler) mit kecken Bemerkungen zu blamieren.

Bietet z.B. Carola ihrer Schwägerin Maria einen Stuhl an mit der Begründung „Jetzt setz die her, sonst wirst nu meid vom Stehn“, stellt Flori sofort klar: „Mei Mama wird niad meid, dei steht ja immer erscht um elfe auf.“ Kein Wunder, dass sich die beiden Frauen am Ende noch weniger grün sind, als sie es ohnehin vorher schon waren.

Die oftmals nicht sonderlich geliebte Verwandtschaft wurde auch beim zweiten Stück mit dem Titel „Schwache Nerven“ auf die Schippe genommen. Hermann Meier nahm man die Rolle des Ehemannes, dem vor dem von seiner Frau (Rosi Hochstetter) angekündigten nächsten Verwandtenbesuch graut, zu einhundert Prozent ab. Er hatte dafür guten Grund. Bei den Verwandtentreffen wurde stets ausgiebig über alle möglichen Krankheiten geratscht. Der Ehemann wörtlich: „Ich bekomme heute noch Trübsinnsanfälle, wenn ich an den letzten Verwandtenbesuch denke; das war kein Kaffeekränzchen, das war ein chirurgischer Kongress!“

Um ärztliche Hilfe flehten dann inständig Rudi Reiser als Gastgeber Pechmann, Hermann Meier als Generaldirektor Vulpius und Alfons Wanninger als dessen Schwiegersohn Nulpe. Um auf der Karriereleiter rasch höher klettern zu können, hatte Pechmann seinen Chef samt Schwiegersohn zum Essen, einem „Filet mit Pilzen“ eingeladen. Ihre Begeisterung dafür schlug schnell um, als ihnen die Haushälterin (Uschi Kederer) vom Ableben des Hundes berichtete, der ebenfalls von dem Pilzgericht gekostet hatte. Den sicheren Tod vor Augen gab es für das Trio kein Halten mehr. Sie warfen sich alle möglichen Sachen an den Kopf und riefen verzweifelt nach ärztlicher Hilfe. Die kam dann auch in der Person des Tierarztes Dr. Kramer (Erich Wein). Ihm blieb die Pointe des Sketches vorbehalten.

Die Zuschauer spendeten der Laientheatergruppe reichlich Beifall für ihre schauspielerischen Leistungen. Pflegedienstleiterin Patricia Kugler bedankte sich bei Erich Wein und seinem Ensemble, dass sie den Senioren – darunter auch eine Reihe von Nichtheimbewohnern – die vergnügliche Stunde honorarfrei beschert hatten.

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