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Nachricht vom 27.03.2017 Vereine

Africa-Luz-GrĂĽnder Professor Dr. Dieter Dausch weitere vier Jahre Vorsitzender der Hilfsorganisation

Amberg-Sulzbach (Bericht von Werner Schulz)  Professor Dr. Dieter Dausch fĂĽhrt weitere drei Jahre die von ihm 1998 gegrĂĽndete Hilfsorganisation Africa Luz Deutschland. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Haas in Schnaittenbach wurde er einstimmig in seinem Amt bestätigt. Einstimmig waren auch die Voten fĂĽr BĂĽrgermeister Hermann Falk als neuem Stellvertreter und Nachfolger von AltbĂĽrgermeister Hans Drexler sowie fĂĽr GeschäftsfĂĽhrerin Bärbel Birner, Schatzmeister Reinhold Birner, SchriftfĂĽhrerin Martina Birner und Werner Schulz, der fĂĽr die Ă–ffentlichkeitsarbeit zuständig bleibt.

Zwei Africa-Luz-Aktionen hob Geschäftsführerin Bärbel Birner in ihrem durch eine PowerPoint-Präsentation illustrierten Rückblick auf die Berichtsjahre 2015 und 2016 besonders hervor. Von der ersten Herausforderung, der Erdbebenkatastrophe in Nepal Ende April 2015, sei man überrascht worden. Sofort nach deren Bekanntwerden rief man zur Hilfe für die notleidende Bevölkerung auf. Dank Sher Kintzl-Bahadur, dem Vizepräsidenten von „Green Society Nepal“, mit dem man seit Jahren eng zusammenarbeitet, kamen die mit Africa-Luz-Geldern finanzierten Hilfsgüter vor Ort an.

500 Kilogramm Reis, 200 Kilogramm Linsen, 400 Kilogramm Salz und 100 Liter Öl brachte Sher zu den Erdbebenopfern, außerdem 100 Stück Hartplastik zum Bau von Zelten und Wellbleche zum Abdecken der Häuserreste. Unter der Überschrift „Nepalesen helfen auf eigene Faust“ berichteten das ZDF-Heute-Journal und das Auslandsjournal in Filmbeiträgen über Shers Aktivitäten.

Im Oktober 2015 besuchte sie zusammen mit Isabelle Haustein und Julia Waldhauser selbst das Erdbebengebiet, 400 Anoraks für die Kinder, Lebensmittel und Süßigkeiten im Gepäck. Eigentlicher Anlass der Nepalreise war aber einen anderer, ein erfreulicher – die Einweihung der von Africa Luz finanzierten Notfallklinik. Als Geschenk hatten sie eine komplette augenärztliche Untersuchungseinheit samt Patientenstuhl, gespendet von der Oberviechtacher Firma Optik Fuhrmann, mitgebracht. Da der Medizintechniker der Firma wegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes daheim geblieben war, mussten Bärbel Birner, Julia Waldhauser und Isabelle Haustein die zerlegte Medizineinheit selbst zusammenbauen, was nach zweitägigem Tüfteln dank Isabelle Hausteins technischer Versiertheit gelang.

Bei der Einweihung waren rund 150 geladene Gäste anwesend, darunter auch der Landrat und der Bürgermeister. Die Menschen aus dem Gebiet Bachhjauli müssen nicht mehr zu den weit entfernten Krankenhäusern fahren. Dadurch reduzieren sich Kosten und Wartezeiten. In der Klinik arbeiten jetzt nepalesische Ärzte. Schwerpunkt ist die Augenheilkunde. Es halten aber auch Allgemeinmediziner und Kinderärzte Sprechstunden ab.

Dank sagte Birner allen Spendern, ohne die Africa Luz die Projekte in Bachhjauli nicht hätte durchführen kannte. Namentlich nannte sie Klaus und Gertrud Conrad, die Stiftung Dr. Wilfurth, die Auerbacher Schulschwestern sowie die Firmen Möbel Frauendorfer und Hydraulik Schlögl. Letztere hat ihr Betriebsgelände wieder als Start- und Zielgelände für den „Pirker Kreisel“ zur Verfügung gestellt. Der Sportevent hat 2015 einen Erlös von 3 805 Euro erbracht, 2016 von 3 950 Euro.



Bevor es an die Vorstandsneuwahlen ging dankte Professor Dr. Dausch seinem Stellvertreter Altbürgermeister Hans Drexler für elf Jahre harmonische Zusammenarbeit. Sie hätte besser nicht sein können. Als Dankeschön gab es für Drexler einen Nepal-Schal, für seine Frau Burgi Blumen.

Die Wahlen erbrachten folgende einstimmigen Ergebnisse: 1.Vorsitzender: Prof. Dr. Dieter Dausch, 2. Vorsitzender: Bürgermeister Hermann Falk, Geschäftsführerin: Bärbel Birner, Schatzmeister: Reinhold Birner, Schriftführerin: Martina Birner, Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit: Werner Schulz.

Nach den Wahlen richtete Bärbel Birner den Blick auf die anstehenden Aufgaben. Für das Ambulatorium müssen zur Vervollständigung der Grundausstattung für augenärztliche Untersuchungen noch verschiedene Geräte gekauft werden, z.B. ein Gesichtsfeld, ein Non Contact Tonometer und ein automatischer Refraktometer. Auch die Sterilisationsmöglichkeiten für Augenoperationen müssen weiter verbessert werden. Sher Kintzl-Bahadur werde in Kürze nach Hirschau kommen und über den neuesten Sachstand berichten. Die nächste Nepalaktion kündigte Birner für den November 2017 an.

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