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Nachricht vom 2004-05-26
Verfasser: Alfred Härtl  
Steingutausstellung im alten Hirschauer Pflegschloss

Hirschauer Steingut in alle Welt exportiert – Fabriken einst die größten der Oberpfalz

Die Steingut-Ausstellung im alten Pflegschloss zeigt einen Querschnitt der 130 Jahre langen Produktion. Von weit überörtlicher Bedeutung waren zweifellos die Steingutfabriken in Hirschau.
Hirschau. Steingut aus der Zeit von 1826 bis 1956 ist ein Stück Kulturgeschichte von Hirschau. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde in diesem Zeitraum maßgeblich von der Steingutproduktion bestimmt. Daran erinnert die Steingutausstellung im Hirschauer Pflegschloss bis zum 17. Oktober. Neben den beiden Experten Dr. Werner Endres und Pfarrer Klaus Haußann wohnten an die hundert Gäste der Vernissage im alten Pflegschloss bei. Die Besucher waren bei der Eröffnung angetan und beeindruckt. Große Erinnerungen weckten die Exponate bei den noch lebenden Zeitzeugen.
Hauptinitiator Michael Popp erinnerte bei seiner Begrüßung zudem daran, dass die beiden Hirschauer Fabriken einst zu den größten der Oberpfalz zählten. Die Bedeutung der hier produzierten Waren ging weit über die Oberpfalz hinaus es und wurde in die ganze Welt exportiert. Zudem soll die Ausstellung an dieses bedeutende Kapitel industrieller Entwicklung erinnern. Wie Popp, der die Idee zu dieser Steingutausstellung hatte, weiter erläuterte, errichtete Josef Konstantin Dorfner gemeinsam mit den Steingutfachleuten Heinrich Waffler und Johann Dietrich Mayer die sogenannte "alte Fabrik". Josef Dorfner baute 1894 zusammen mit seinen Söhnen die moderne und leistungsfähigere "neue Fabrik". 1918 übernahm die Ch. Carstens beiden Fabriken. 1936 wurde die neue Fabrik bis zum Ende der Produktion von der Familie Luckscha geführt.
Die Ausstellung lässt jetzt deren Geschichte wieder lebendig werden. Nicht nur Gebrauchsgeschirr oder dekorative, elegante und wertvolle Exponate aus den Hirschauer Fabriken werden gezeigt, insbesondere werden auch wichtige Zeit-Dokumente wie die Firmengründung, die Geschichte der verschiedenen Unternehmer, der Arbeiter, Dreher und Maler in Erinnerung gerufen. Bürgermeister Hans Drexler dankte vor allem Michael Popp und Simone Patzelt, sowie dem Arbeitskreis "Steingutausstellung" für deren Engagement und wünschte sich, dass viele Hirschauer Bürger die Gelegenheit nutzen, die einmalige und wertvolle Zeitgeschichte des Hirschauer Steingutes im alten Pflegschloss zu besichtigen. Wie Pfarrer Klaus Haußmann aus Friedenfells, von dem der überwiegende Teil der Exponate stammt, bei seiner Führung unterstrich, verwendete man im 19. Jahrhundert und bis nach dem 2. Weltkrieg Steingutgeschirr als wichtigstes Tisch- und Küchengeschirr zunächst in allen vornehmen, dann bürgerlichen und zum Schluss fast nur mehr in einfachen Haushalten. Über 500 Ausstellungsstücke gehören zur Ausstellung, etliche davon stammen von Hirschauer Familien, die sie als Leihgabe zur Verfügung gestellt haben.
Die Sonderausstellung "Hirschauer Steingut" dauert bis 17. Oktober und ist jeweils Sonntags von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
Bilder:

Foto(s): Alfred Härtl

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