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Nachricht vom 2018-07-08
Verfasser: Werner Schulz  
Solitäre Tagespflege Wohlfühl-Oase für Senioren

Am 2. Juli hat die Solitäre Tagespflege ihren Betrieb aufgenommen. Mit Klaus Conrad (stehend rechts), der den Bau durch eine Großspende ermöglicht hatte, und Rudi Wild (stehend Mitte) begrüßte Leiterin Birgit Seidl (stehend links) zwei Förderer der Einrichtung. Den Spieletisch mit seinen austauschbaren Tischplatten spendierte Rudi Wild. Sitzend rechts mit im Bild Gerontotherapeutin Anita Dobmeier.
Hirschau. Am 2. Juli hat die Solitäre Tagespflege ihren Betrieb aufgenommen. Mit Klaus Conrad und Rudi Wild konnte Leiterin Birgit Seidl kurz nach der Eröffnung zwei Förderer zur Besichtigung der Einrichtung begrüßen. Sie kamen nicht mit leeren Händen.

Dass im Neubaukomplex an der Postgasse weitere Appartements für Betreutes Wohnen geschaffen wurden, weiß so gut wie jeder Hirschauer. Weniger bekannt ist, dass im südlichen Gebäudetrakt die Räumlichkeiten für die erste Solitäre Tagespflegeeinrichtung im Landkreis Amberg-Sulzbach entstanden sind. Rund zwei Millionen Euro investiert die Forster Dorfner’sche Spital- und Krankenhausstiftung in die Gesamtmaßnahme.

Rund 590 000 Euro davon entfallen auf den Tagespflegetrakt. Ob Betreutes Wohnen oder Solitäre Tagespflege – beides gäbe es nicht ohne die 1,5 Millionen-Euro-Spende von Klaus Conrad.

Ihm hatte Rudi Wild, Beiratsvorsitzender des BRK Seniorenheims St. Barbara, die finanzielle Förderung des Tagespflege-Projektes schmackhaft gemacht. Er war von der im Heim beschäftigten Gerontotherapeutin Anita Dobmeier überzeugt worden, dass mit einer Solitären Tagespflege das in Hirschau sehr dicht geknüpfte Netz der Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen optimal ausgestaltet wäre.

Einrichtungsleiterin Birgit Seidl konnte ihren beiden Gästen eine gleichermaßen funktionell durchdachte wie geschmackvoll eingerichtete Wohlfühloase präsentieren, die in der Eröffnungswoche bereits von sieben Senioren besucht wird. 15 bis 18 Personen können maximal betreut werden. Zentrum der 230 m² großen Räumlichkeiten ist eine Wohnküche mit Kochinsel. Dort stellen Betreuerinnen und Senioren gemeinsam Beilagen für das Mittagessen her oder backen Kuchen für den Nachmittagskaffee. Zusammen mit dem angeschlossenen Wintergarten ist die Küche 130 m² groß.

Das Büro der Betreuungskräfte ist in das Raumkonzept so integriert, dass es durch eine Glaswand den Blick in den Wohnbereich ermöglicht. Dazu gehört eine 42 m² große, mit Sesseln und Sofa ausgestattete Wohn- und Ruhezone. Klaus Conrad komplettierte deren Ausstattung durch einen Fernseher mit Großbildschirm, ein Nostalgie-Radio und eine Kompaktanlage mit Plattenspieler, Kassettenrecorder und CD-Player, außerdem eine Stereo-Kompaktanlage, eine Wassersäule und ein Babyphon für den separaten Ruheraum.

Rudi Wild spendierte einen ca. 1 200 Euro teuren Spieletisch mit austauschbaren Tischplatten. Auf ihnen sind die Spielfelder bekannter Gesellschaftsspiele wie Dame, Mühle, Halma oder Mensch-ärgere-dich-nicht aufgezeichnet. Der Spender hatte anlässlich seines 70. Geburtstages auf persönliche Geschenke verzichtet, dafür eine Spendenbox für diesen Zweck aufgestellt.

Beim Rundgang erläuterte Birgit Seidl das Konzept der Solitären Tagespflege. Anders als bei der sog. eingestreuten Tagespflege, bei der Pflegebedürftige als Gäste an Aktivitäten der Heimbewohnerteilnehmen, werden sie bei der Solitären in Extra-Räumen während fester Öffnungszeiten ganztags betreut - wahlweise an einem oder mehreren Tagen.

Die Betreuungszeiten müssen fest gebucht werden. Während des Aufenthalts bleiben die Pflegebedürftigen in Gegenwart von Pflegekräften zusammen. Eine davon muss eine Fachkraft sein. Neben Birgit Seidl übernimmt diese Aufgabe Anita Dobmeier. Beide sind qualifizierte Gerontotherapeutinnen. Unterstützt werden sie von examinierten Alten- und Krankenpflege- sowie Betreuungskräften. Unter dem Motto „Gemeinsam ist weniger einsam“ wolle man, so Seidl, die Pflegebedürften motorisch, alltagspraktisch, kognitiv und spirituell aktivieren, ihrem Alltag mehr Lebensqualität geben und soziale Kontakte erhalten und fördern.

Geöffnet ist die Einrichtung montags bis freitags jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr. Die Abholung und der Rücktransport ist mit einem eigenen Fahrdienst möglich.

Seidl vergaß nicht, Klaus Conrad dafür zu danken, dass er für diesen Zweck einen Elektro-Bus gestiftet hat. Einschließlich Fahrer haben darin sieben Personen Platz. Auch ein Rollstuhlsitzplatz ist vorhanden. Den Chauffeur stelle das BRK. Nach Seidls Aussage sind Anmeldungen jederzeit möglich unter Tel. 0172/2110192. Die Pflegebedürftigen müssten mit Hilfsmitteln weitgehend mobil sein. In der Regel seien sie in die Pflegegrade 2, 3 oder 4 eingestuft.

Die Bewohner des St. Barbara-Heimes und ihre Angehörigen können die Einrichtung am Donnerstag, 12. Juli, im Rahmen des Heim-Sommerfestes besichtigen. Die Bevölkerung muss sich noch etwas gedulden. Anlässlich des Markplatzfestes ist für Sonntag, 12. August, ab 11 Uhr ein Tag der offenen Tür geplant.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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