Sonntag :: 2018-02-25 :: 0  Uhr  
[www.kaolinpott.de] [h-tronic, Hirschau] [webplexity, Hirschau]
[Home | Startseite][Aktuelles, News, Nachrichten][Allgemeine Informationen über die Städte im Kaolinpott - Rathaus, Gewerbe, Vereine ...][Kontakt, Impressum, Banner, ...]
 :: news / artikel /  

News

Nachricht vom 2018-02-14
Verfasser: Werner Schulz  
Festspielverein herausragender Kultur- und Werbeträger der Stadt Hirschau

Eine Reihe von Baumaßnahmen haben der Festspielvereinsvorsitzende Hans Drexler (r.) und sein Stellvertreter Alfred Härtl (l.) in absehbarer Zukunft auf der Agenda. Eine davon ist der Umbau der Tribünen im Schlosshof. Sie erhält höhere Stufen und soll künftig 430 Besuchern Platz bieten. Unter Tribüne werden eine Toilettenanlage und zwei Lagerräume für externe Vereine geschaffen.
Hirschau. Am 27. Juni 2003 gegründet, hat sich der Festspielverein zum herausragenden Kultur- und Werbeträger der Stadt Hirschau gemausert. 2017 stellte er das mit zwei Top-Highlights unter Beweis – den 7. Stückl-Festspielen und der Keramik-Sonderausstellung „VasenKunst“. Bei der Jahreshauptversammlung wurde deutlich, dass damit die Aktivitäten keineswegs erschöpft waren und der Verein Großes vorhat.

Es war eine beeindruckende Erfolgsbilanz, die der Vorsitzende Altbürgermeister Hans Drexler seinen Mitgliedern präsentieren konnte. Der Mitgliederstand hat sich durch acht Neuzugänge bei zwei Todesfällen auf 87 erhöht, darunter sind vier Jugendliche. Viele davon haben mitgeholfen, die Herausforderungen des letzten Jahres zu bestehen. Die größte davon seien zweifellos die Stückl-Festspiele gewesen.

Rund 2 600 Zuschauer seien zu den neun Aufführungen des Volksstücks „Der Heldenstammtisch“ in den Schlosshof gekommen, darunter bei einer Vorstellung zur Freude aller Mitwirkenden Werner Asam, der Autor des Stücks. Er sei von der kurzweiligen Inszenierung, bei der Verena Bauer wieder glänzend Regie geführt hat, sehr angetan gewesen. Überhaupt habe das Schauspieler-Ensemble seitens des Publikums gute Kritiken geerntet.

Als innovatives Kulturangebot der Sonderklasse habe sich die vom Hamburger Kulturhistoriker Volker Zelinsky organisierte Keramik-Sonderausstellung „VasenKunst“ erwiesen, die von Vereinsmitgliedern von Mitte Oktober 2017 bis Anfang Januar 2018 in der Alten Mälzerei betreut wurde. Rund 400 Besucher hätten sich für das Schaffen der 1930 in der Hirschauer Carstens-Steingutfabrik tätigen Designerinnen Helene Fischer und Maria Piffl interessiert, die nach Expertenmeinung damals mit ihren Entwürfen die Abstraktion in die Oberpfalz gebracht haben.

Positive bewertete der Vorsitzende die Unterstützung, die man der OVIGO-Theatergruppe bei den Aufführungen der Komödie „Männerhort“ im Mai 2017 und des Familien-Musicals „Peter Pan“ im Januar 2018 gewährt hat. Dadurch habe man ein weiteres Kulturangebot nach Hirschau geholt und zur Nutzung des Josefshauses beigetragen. Beim „Männerhort“ hätten mit Roland Fritsch und Christian Gnan zwei Schauspieler aus den Reihen des Festspielvereins in Hauptrollen mitgewirkt.

Den Vereinsfinanzen hätten nicht nur die Einnahmen aus den Stückl-Festspielen und der Bewirtung bei den OVIGO-Aufführungen gut getan. Positiv habe sich auch ausgewirkt, dass man für das Volksmusikspektakel „dousamma“ sein Vereinsgelände samt Freilichtbühne zur Verfügung gestellt hat.

Zufrieden zeigte sich Drexler mit dem Verlauf der Hirschauer Kirwa, die man „bei durchwachsenem Wetter“ wieder im Zusammenwirken mit dem Musikzug und dem Pfarrgemeinderat durchgeführt hat. Wie alle Jahre habe man sich auch in das Jura-Gartenfest eingebracht. Dieses Mal habe man die Aufräumarbeiten übernommen.
Die Aktivitäten habe man nur dank des großartigen Engagements der Mitglieder bewältigen können. Danke sagte Drexler auch allen, die den Verein mit Spenden unterstützt haben.

Das Finanzpolster, das Schatzmeister Georg Zimmermann detailliert erläuterte, werde dringend gebraucht für die anstehenden Investitionen für den Festspiel- wie den Steingutbereich. Noch heuer wird mit dem Umbau der Bühne und der Tribüne begonnen. Die Baugenehmigung liegt ebenso vor wie die Förderzusagen durch die Stadt, das Leader-Programm und den Kulturfonds Bayern. Die neue Bühne wird teilweise in Ständerbauweise errichtet. Diese ermöglicht eine flexiblere Bühnengestaltung und erleichtert auch andere Nutzungen. Die Tribüne erhält höhere Stufen und soll künftig 430 Besuchern Platz bieten. Die geplanten Beleuchtungstürme entfallen in der geplanten Form. Unter Tribüne werden neben einer Toilettenanlage zwei Lagerräume für externe Vereine geschaffen.

Nach erfolgtem Umbau von Bühne und Tribüne finden turnusgemäß 2019 die 8. Festspiele statt. Aufgeführt wird das Hirschauer Stückl „Die Erbschaft“ von Katrin Klewitz. Zur Inszenierung des Stücks gehören auch Musik- und Tanzeinlagen. Außerhalb der Reihe soll 2020 der Versuch gestartet werden, ein Theaterangebot in kleinerem Stil in Angriff zu nehmen. Gedacht ist an die Uraufführung des Volksstücks „Der Prinzregentenhirsch“ aus der Feder von Werner Asam. Bei den Festspielen 2021 will man sich wieder an ein großes Stück machen. Auf der Wunschliste des Schauspielerensembles steht die Komödie „Die Pfingstorgel“ von Alois Johannes Lippl ganz oben.

Auch das Thema Steingut und Steingutmuseum, so Hans Dexler, wolle und werde der Verein nach den zwei Sonderausstellungen „Siegfried Möller“ bzw. „Helene Fischer und Maria Piffl“ weiter voranbringen. Ab März wird im Ausstellungsraum in der Alten Mälzerei wieder die „neu konzipierte, allumfassende normale Steingutausstellung“ aufgebaut. Für diese werden weitere Exponate beschafft. Ab April soll die Ausstellung jeweils am ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen sein.

Christian Gnan und Roland Fritsch stellten den Mitgliedern einige Zukunftsüberlegungen zur Diskussion, die sich 25 Mitglieder bei einer Brainstorming-Runde Ende 2017 gemacht hatten. Gedanken sollte man sich z.B. machen über eine Aufgliederung des Vereins in die Sparten Theater, Museum und Anderes. Auf jeden Fall sollte die Mitgliederwerbung – aktuell zählt der Verein 97 Mitglieder – intensiviert und der Aufbau einer Jugendabteilung versucht werden. Außerdem stehe eine Verjüngung der Vorstandschaft an. Es sei nötig, dass neue junge Kräfte in die Einzelverantwortung schlüpfen.

Angesichts der Erfolgsbilanz und der geplanten Vorhaben konnten anerkennende Worte von Bürgermeister Hermann Falk nicht ausbleiben. Er lobte den Festspielverein als einen beispielgebenden Aktivposten, dessen Festspiel- wie Steingutaktivitäten der Attraktivität Hirschaus sehr gut tun. Falk ging davon aus, dass das vorgesehene städtische Tourismusbüro eine auch für den Festspielverein hilfreiche Einrichtung sein wird.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

:: News
:: Veröffentlichung
Sind Sie freier Mitarbeiter einer Zeitung? Senden Sie einfach Ihre Artikel per eMail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf www.kaolinpott.de - noch vor dem Erscheinungstermin in der Zeitung!
:: Hinweis
Für den Inhalt der Beiträge sind die Autoren verantwortlich. Die Beiträge werden von www.kaolinpott.de nicht redaktionell überarbeitet, da das Einsenden und Veröffentlichen der Beiträge automatisiert ist.
  Startseite | Kontakt | Impressum / Datenschutz © copyright webplexity, 2001-2018