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Nachricht vom 2017-12-26
Verfasser: Werner Schulz  
Herbergssuche krönender Abschluss des Lebendigen Adventskalenders

Die Hirten waren die Ersten, die der Stern zu Josef (Maximilian Stein, sitzend r.) und Maria (Sina Lottner, sitzend l.) und zum Jesuskind in der Krippe führte. Später fanden dank des Sterns auch die Heiligen Drei Könige (v. r.: Dieter Kohl, Markus Dittrich und Erhard Ackermann) den Weg dorthin.
Hirschau. Der Hirschauer Lebendige Adventskalender ist eine in der Region einzigartige Veranstaltungsreihe. Gut 3 000 Besucher fanden sich heuer an den 23 Dezemberabenden zum Öffnen der Adventsfenster ein. Rund 300 kamen am Samstag trotz leichten Nieselregens in den Schlosshof, um den krönenden Abschluss – die Herbergssuche der Kolping-Theatergruppe aus der Feder von Christina Wisneth – mitzuerleben.

Für Christina war die Aufführung ein kleines Jubiläum. Sie führte zum zehnten Mal Regie bei dem szenischen Spiel, mit dem das 27-köpfige Schauspieler- und Musikerensemble das Weihnachtsgeschehen in Oberpfälzer Mundart lebendig werden ließ. In Gang brachten das Ganze die Kinder Franzi (Katharina Stein), Peter (Markus Schöpf) und Maxl (Philip Wopperer). Sie fanden einen Stern, der dem von Bethlehem ähnelt, mit inliegendem Text – der Weihnachtsgeschichte. Franzi und Peter ersparten sich den Besuch der Kinderchristmette und schlüpften dafür in die Erzählerrolle.

Roter Faden waren die biblischen Berichte - beginnend mit der Verkündigung des Erzengels Gabriel (Sabine Kny) an Maria (Sina Lottner) und dem Verlesen der kaiserlichen Anordnung zur Volkszählung durch den Legionär (Mathias Erlbacher). Maximilian Stein (Josef) und Sina Lottner (Maria) verstanden es, bei ihre Betroffenheit über die Hartherzigkeit und Profitgier der Herbergswirte (Mathias Erlbacher und Hans Fleischmann) glaubwürdig zum Ausdruck zu bringen.

Ehrfürchtig staunend reagierten die Hirten (Ludwig Schmid, Melissa Bosser, Ludwig Koller, Julius Lottner, Lucas Richter, Philip Wopperer und Florian Koller), als im Schlosshof ein Stern erstrahlte und ihnen eine Engelsschar (Sabine Kny, Amely Kny, Andrea Barile, Anna Richter und Vanessa Lang) die Geburt des Jesuskindes verkündete. Der Stern wies zunächst den Hirten, später den Heiligen Drei Königen – Erhard Ackermann (Kaspar), Dieter Kohl (Melchior), Markus Dittrich (Balthasar) - den Weg zur Krippe.

Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen leistete das Musikzug-Bläsersextett Jürgen Enderer, Michael Rindfleisch, Norbert Allwang, Nicole Allwang, Thomas Stark und Alexander Götz mit zum jeweiligen Geschehen passenden Advents- bzw. Weihnachtsmelodien. Das Publikum belohnte die Darbietungen der Akteure mit verdientem, lang anhaltendem Beifall.

Der Gewerbeverbandsvorsitzende Alfred Härtl freute sich über den gelungenen Abschluss des 17. Lebendigen Adventskalenders. Lob zollte er den Darstellern mit ihrer Regisseurin Christina Wisneth und den Bläsern. Sie hätten die Herbergssuche eindrucksvoll vermittelt. Überhaupt konnte er ein positives Fazit über die Veranstaltungsreihe ziehen.

Den ausnahmslos unentgeltlich mitwirkenden Akteuren und Gruppen sei es über drei Wochen hinweg allabendlich gelungen, mit ihren Liedern, Musikstücken, Gedichten und Geschichten vorweihnachtliche Atmosphäre zu vermitteln. Dazu hätten auch der Glühwein, die Lebkuchen und Bratwürstl beigetragen, mit denen die Besucher von den Trachtlern und der Familie Sommerer bewirtet wurden.

Optimale Weihnachtsstimmung sei an den ersten drei Adventssonntagen aufgekommen, als Frau Holle jeweils für weiße Pracht sorgte. Den größten Besucheransturm habe es bei den Auftritten der Kindergärten und Schule sowie am Nikolausabend gegeben. Einige Besucher hätten das Attribut „Stammgäste“ verdient. Sie seien nahezu täglich gekommen – egal, wie das Wetter war.

Dank sagte Härtl auch den Geschäften, die ihre Schaufenster liebevoll gestaltet hatten. Den Trachtlern sei es gelungen, die Inhaber für das Mitmachen zu gewinnen. Ausdrücklich unterstrich er den sozialen Charakter des Lebendigen Adventkalenders. Der Abschlussabend sei die letzte Gelegenheit gewesen, die Spendenbox zu füttern, deren Erlös für die KlinikClowns Weiden bestimmt ist.

Im großen Besucherzuspruch sah Härtl geradezu eine Verpflichtung, die Veranstaltungsreihe weiterzuführen. „Dass sich eine solche Veranstaltungsreihe 17 Jahre lang hält, ist mehr als erfreulich. Solange sich genügend Geschäfte finden und Mitwirkende, die das Rahmenprogramm bestreiten, werden wir am Lebendigen Adventskalender festhalten.

Härtls Ausführungen fanden die volle Zustimmung des stellv. Trachtenvereinsvorsitzenden Gaston Lottner. Er dankte ganz besonders seinen Vereinsmitgliedern, die für das leibliche Wohl der Fensterlgänger gesorgt hatten. Im Vorfeld sei es erfreulich gewesen, dass man die Schaufenster leerstehender Geschäfte mit einbeziehen durfte.

Ein „Riesendanke“ sagte Lottner an die Adresse von Alfred Härtl. Er sei seit 17 Jahren der „unermüdliche Motor“ der Veranstaltungsreihe. Er sei bei jedem Fensterlöffnen um die Technik und den Ablauf der Veranstaltungen gekümmert, außerdem alle Jahre die Plakate und Flyer erstellt und finanziert. „Der Lebendige Adventskalender ist ohne Alfred Härtl so gut wie nicht denkbar.“
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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