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Nachricht vom 2015-12-26
Verfasser: Werner Schulz  
Herbergssuche eindrucksvoller Abschluss des Lebendigen Adventskalenders

Trotz andauernden Nieselregens verfolgten über 500 Besucher die von Christina Wisneth (r.) verfasste Herbergssuche, die die Theatergruppe der Kolpingsfamilie zum Abschluss des “Lebendigen Adventkalenders 2015” im Schlosshof aufführte.
Hirschau. Einen eindrucksvollen, auf riesigen Publikumszuspruch stoßenden Abschluss fand der “Lebendige Adventskalender 2015” am Mittwoch, dem Vortag des Heiligen Abends.
Trotz anhaltenden Nieselregens fanden sich gut 500 Besucher auf den Tribünen im Schlosshof ein, um die traditionelle Herbergssuche mitzuerleben. Die Schauspielgruppe der Kolpingsfamilie bescherte ihnen eine besinnliche Stunde, die dem selbst gesetzten Anspruch gerecht wurde, die Aufmerksamkeit und Gedanken der Anwesenden abseits von Geschäftstrubel, Kaufrausch und Hektik auf das Wesentliche des Weihnachtsfestes, die Geburt des Erlösers, zu lenken.

Dass dies eindrucksvoll gelang, war zu allererst das Verdienst der Schauspielgruppe unter Leitung von Christina Wisneth. Aus ihrer Feder stammte das Krippenspiel, das das 23-köpfige Ensemble zeigte. Die Schauspieler konnten zum dritten Mal in der 15-jährigen Geschichte des Lebendigen Adventskalenders auf einer mit entsprechenden Kulissen bestückten Bühne agieren. Gebaut wurden diese von Franz Heuberger und Richard Wisneth, bemalt von Walter Widder.

Roter Faden des Spiels waren die biblischen Berichte - beginnend mit der Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria, endend bei der Ankunft der Heiligen Drei Könige an der Krippe zu Bethlehem. Sabine Kny als Mama, Mathias Erlbacher als Papa, deren Töchter Sonja (Groth) und Vanessa (Lang) versuchten am Heiligen Abend dem kleinen Julian (Erlbacher) die Weihnachtsgeschichte zu erzählen, die von den Schauspielern in Szene gesetzt wurde.

Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen leistete die Bläsergruppe Norbert und Nicole Allwang, Karl Völkl, Julia Wendl, Thomas Stark und Florian Kustner mit zum jeweiligen Geschehen passenden Advents- bzw. Weihnachtsmelodien
Christina Wisneths Texte bewiesen, dass sich der Oberpfälzer Dialekt durchaus eignet, sowohl die Nöte des nach einer Unterkunft suchenden heiligen Paares als auch die Lieblosigkeit und Profitgier der Quartierbesitzer treffend auszudrücken.

Das Geschehen begann mit der Verkündigung des Erzengels Gabriel (Kerstin Ackermann) an Maria und dem Verlesen der kaiserlichen Anordnung zur Volkszählung durch den Legionär (Mathias Erlbacher). Andy Meindl (Josef) und Sina Lottner (Maria) verstanden es, bei ihrer Herbergssuche ihre Betroffenheit über die Hartherzigkeit der Herbergswirte (Richard Wisneth und Hans Fleischmann) glaubwürdig zum Ausdruck zu bringen.

Ehrfürchtig staunend reagierten die Hirten (Ludwig Schmid, Florian Koller, Ludwig Koller, Julius Lottner, Daniel Berger, Anna Erlbacher und David Fink), als im Schlosshof ein Stern erstrahlte und eine Engelsschar erschien. Sie verkündete die Geburt des Jesuskindes. Der Stern wies zunächst den Hirten, später den Heiligen Drei Königen – Erhard Ackermann (Kaspar), Robert Hutzler (Melchior), Hans Fleischmann (Balthasar) - den Weg zur Krippe. Das Publikum belohnte die Darbietungen der Akteure mit anhaltendem Beifall.

Der Gewerbeverbandsvorsitzende Alfred Härtl freute sich über den gelungenen Abschluss des 15. Lebendigen Adventskalenders. Er sollte eine Gelegenheit sein, in der sog. “staaden Zeit” ein wenig von der Alltagshektik abzuschalten. Dies sei an den 23 Abenden gelungen. Sein Dank galt den Darstellern mit ihrer Regisseurin Christina Wisneth und den Bläsern. Sie hätten die Herbergssuche beeindruckend vermittelt. Ein Danke hätten auch Hans Drexler, Richard Wisneth und Erhard Ackermann für den Aufbau der Bühne und Kulissen verdient. Ganz besonders hob er die Geschäfte hervor, die mit Liebe ihre Fenster gestaltet haben, ebenso die Musik- und Singgruppen, die Kindergärten und Schulen sowie die Vorleser. Alle seien unentgeltlich aufgetreten.

Die Heimat- und Trachtenvereinsmitglieder mit Vorstand Franz Dolles hätten sich täglich um den Glühweinausschank gekümmert, Inge Sommerer um die Bratwürstlversorgung. Großer Dank gelte der Feuerwehr. Sie habe täglich für die Sicherheit gesorgt und den Verkehr umgeleitet. Ein großer Dank, so Härtl, gebühre Brunhilde Fehlner. Sie habe zehn Jahre lang die Organisation der Fenster und der auftretenden Gruppen gemanagt –dies leider zum letzten Mal. Man könne aber den Lebendigen Adventskalender nicht einfach sterben lassen. Bei so viel Besucherzuspruch sei man fast zum Weitermachen verpflichtet. Man habe ein Jahr Zeit, um eine Lösung zu finden.

Ausdrücklich unterstrich Härtl den sozialen Charakter des Lebendigen Adventkalenders. Der Abschlussabend sei die letzte Gelegenheit, für die Ellen-Galle-Direkthilfe und damit für Waisen- und Straßenkinder in Sri Lanka zu spenden. Es sei nicht alltäglich, dass jemand, der selbst auf den Rollstuhl angewiesen, anderen derart helfe.

Sichtlich gerührt erläuterte Brunhilde Fehlner erläuterte die Beweggründe für ihren Rückzug. Sie habe die Aufgabe gerne erfüllt und gerne weiter übernommen. Stolz könne man darauf sein, dass man viele Bedürftige mit den Spendenaktionen unterstützen konnte.

Große Verdienste um den Lebendigen Adventskalenders habe sich Alfred Härtl erworben. Er sei seit 15 Jahren bei jedem Fensterlöffnen, also an 345 Tagen im Einsatz gewesen, und habe sich um die Technik und den Ablauf der Veranstaltungen gekümmert. Außerdem habe er alle Jahre die Plakate und Flyer erstellt und finanziert.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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