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Nachricht vom 2015-06-04
Verfasser: Werner Schulz  
Vilsecker Heimsenioren schmunzeln über Hirschauer Stückln

Hirschau/Vilseck. Die Klangbrettgruppe der Hirschauer Caritas-Sozialstation und ihre Leiterin Hildegard Kohl sind seit geraumer Zeit gern gesehene Gäste im Vilsecker BRK Seniorenheim St. Ägidius. Am Montag waren die Damen nicht nur mit musikalischen Klängen präsent. Hildegard Kohl gab eine Reihe „Hirschauer Stückln“ zum Besten und brachte damit die Heimsenioren zum Schmunzeln und Lachen.

Schon seit Jahrhunderten gelten die Hirschauer als „Schildbürger der Oberpfalz“. So steht z.B. schon im von Martin Zeiller 1632 verfassten „Itineraium Germaniae“ geschrieben:
“Schilda: Eyn Stätteleyn, so sich mit Hirschau vexieren (hänseln) lassen muß. Man saget den dortigen Burgern allerley Streich nach, welch Schwänk ein feyn Bücheleyn, genennet das Lalebuch (1597), es beschreybet”. In der 1650 von Martin Zeiller und Mathäus Merian verfassten “Topographia Superioris Saxoniae“ heißt es: „Es seyn die von Schilda, wie die von Hirschau in der Obern Pfaltz wegen ihrer einfältigen, lächerlichen Thaten, so man von ihnen begangen erzehlet, vor Jahren berühmt gewesen…“.

Welch großen Probleme die Hirschauer mit ihrem Rathausbau hatten, schilderte Hildegard Kohl mit den Geschichten vom „verschobenen Rathaus“ und von den „vergessenen Rathausfenstern“. Mitleid mussten die Zuhörer mit der Kuh haben, die die Hirschauer auf ihre Stadtmauer zogen, um dort das Gras abzufressen. In einem weiteren Stückl wurde den Hirschauern nachgesagt, dass sie versuchten Salz zu säen und sich bei ihren Salztests in die Brennnesseln setzten. Schmunzeln konnte man auch die Stückln „Die ausgegrabene Erde“ und „Der übereifrige Lausbub“.

Besondere Heiterkeit erzeugte das Stückl vom „peinlichen Feuerwehreinsatz“. In wird die Geschichte
des zahlungsunwilligen Karussellbesitzers erzählt, dem die Hirschauer die Orgel konfiszierten und ins Feuerwehrhaus einsperrten. Nachts musste die Feuerwehr mit allen dort abgestellten Fahrzeugen zu einem Großbrand nach Gebenbach ausrücken. Als das erste Gefährt den steilen Hand Steinmauer hinunterfuhr, schrie der Kutscher nach der Bremse. Einer der müden Schläfer fand einen Handgriff und drehte eiligst drauf los. Da erscholl durch die Nacht das lärmende Gestreich des Orchestrions: “Wir gehn nach Lindenau, da ist der Himmel blau”. Die Brandleider waren alles andere als erbaut, als ihnen zuerst ein Musikinstrument zu Hilfe kam, aber dafür strengten die Hirschauer alle Kräfte an, das Feuer einzudämmen. Peinlich war die Sache aber doch und die Schlafhauben, welche den Streich verbrochen, mussten zuhause noch oft Spott und Schelten hören für ihre Unvorsichtigkeit!”

Für die passende Begleitmusik sorgten die Klangbrettdamen mit den Heimbewohnern wohl bekannten Liedern und Musikstücken wie „Horch, was kommt von draußen rein“, der Sternpolka, einem Walzer, einer Polka und einem Landler. Pflegedienstleiterin Monika Rötzer bedankte sich bei den Hirschauer Gästen für den kurzweiligen Nachmittag, den Gerontotherpeutin Anita Dobmeier organisiert hatte.

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