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Nachricht vom 2004-08-05
Verfasser: Werner Schulz  
Nach 48 Jahren: Treffen der ehemaligen Keramikmitarbeiter

Initiative von Gerlinde Kirchner - Steingutausstellung besichtigt

48 Jahre nach Schließung der Hirschauer Steingut-Fabrik gab es auf Initiative von Gerlinde Kirchner (vorne 2.v.l.) anlässlich der Ausstellung “Hirschauer Steingut von 1826 bis 1956” erstmals ein Treffen der ehemaligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich im Beisein von Bürgermeister Hans Drexler (l.) von Michael Popp (vorne 4.v.l.) fachkundig führen ließen.
Hirschau. Seit gut zwei Monaten sind im Hirschauer Pflegschloss unter dem Motto “Hirschauer Steingut von 1826 bis 1956” über 500 Exponate aus der Produktion der ehemaligen Hirschauer Steingut- bzw. Keramikfabrik zu bewundern. Bei der Vorbereitung der Ausstellung war aufgefallen, dass es seit dem Ende der Produktion im Jahr 1956 kein Treffen der ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr gegeben hatte.

Es war Gerlinde Kirchner (geb. Waldmann), die die laufende Ausstellung als idealen Anlass für ein “Ehemaligentreffen” erachtete und spontan die Initiative dafür ergriff. Es sollte sich eindrucksvoll zeigen, dass sie mit ihrer Idee goldrichtig lag. Mehr als 40 ehemalige Dreher, Gießer, Maler, Brenner, Arbeiterinnen usw. aus der “Lukscha-Ära” folgten der Einladung und fanden sich im Schlosskeller ein, um einerseits die Erinnerungen über die “guten alten Zeiten” aufzufrischen und sich andererseits von Michael Popp - dem “Spiritus rector” der Ausstellung - fach- und sachkundig führen zu lassen.

Ihm galt nicht nur der erste Willkommensgruß von Gerlinde Kirchner, sondern gleichzeitig ein herzliches “Dankeschön” für seinen Einsatz bei der Vorbereitung des Treffens, für dessen Zustandekommen sich auch Christa Schertl voll engagiert hatte. Erfreut zeigte sie sich darüber, dass sich auch Bürgermeister Hans Drexler Zeit für das “Ehemaligen-Treffen” genommen hatte.

Dass nach so langen Jahren so viele Ehemalige gekommen waren, wertete Gerlinde Kirchner als Beleg dafür, dass “damals in der Fabrik trotz schwerer Arbeit, vielen Stunden und geringem Lohn ein sehr gutes Betriebsklima unter den Mitarbeitern geherrscht” habe. Rückblickend erscheine die Arbeit in der Keramik “als schöne Zeit”. Es seien viele Freundschaften geschlossen worden - manche für ein ganzes Leben. Die Ausstellung lasse das Gefühl aufkommen, dass man ein bedeutendes Kapitel Hirschauer Wirtschafts- und Industriegeschichte mitgeschrieben habe.

So richtig lebendig wurden die Erinnerungen an die “gute alte Keramik-Zeit” dann, als Michael Popp die “Ehemaligen” durch die Ausstellung führte und ihnen dabei einen detaillierten Einblick in die Höhen und Tiefen der “alten“ und der “neuen“ Fabrik aus den Unternehmensphasen Dorfner, Carstens wie Lukscha gab. Dabei ließ Popp keinen Zweifel daran, dass in der Hirschauer Steingutfabrik zu allen Zeiten hochwertige Waren hergestellt wurden, auch wenn die “Qualität der Dorfner-Zeit später nie mehr erreicht wurde”.

Einige der “Ehemaligen” hatten Erinnerungsstücke und Fotos mitgebracht und trugen so selbst ihren Teil dazu bei, dass das Treffen in jeder Hinsicht in bester Erinnerung bleibt und geradezu nach einer Wiederholung verlangt.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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